Tullow und BP greifen wegen Ölpreisverfalls zu harten Maßnahmen

Der Ölpreisverfall zwingt Energieunternehmen zu tiefen Einschnitten. Der Öl- und Gasförderer Tullow muss für 2014 rund drei Milliarden Euro (2,3 Milliarden Pfund) abschreiben, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. BP werde wohl noch am selben Tag die Streichung von Jobs in seinem Nordsee-Geschäft ankündigen, wie der Sender BBC berichtete.

Tullow rechnet nun 2014 mit einem Bruttogewinn von 770 Millionen Euro und einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro, der leicht unter dem liegt, was Analysten im Schnitt erwartet haben. Bereits zum zweiten Mal reduzierte Großbritanniens viertgrößte Ölfirma zudem die geplante Investitionssumme für 2015, um etwa 260 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro. "Wir gleichen das Geschäft dem niedrigen Ölpreisumfeld an", sagte Tullow-Chef Aidan Heavey zu Reuters. Um den dramatischen Ölpreisverfall aufzufangen, will das Unternehmen zudem Kosten senken und stellt derzeit das Kerngeschäft auf den Prüfstand. Der Prozess werde fortgeführt, so Tullow. Jüngst hatte Reuters von einem Insider erfahren, dass das Unternehmen wohl Jobs streichen wolle.

BP hatte bereits im Dezember angekündigt, dass wegen des Ölpreisverfalls tausende Jobs weltweit auf der Kippe stünden. In der Nordsee sind rund 4000 Menschen für den Konzern tätig.

Die Aktien der beiden Ölfirmen waren am Donnerstag gefragt. Tullow-Papiere starteten mit einem Plus von drei Prozent in den Handel. Analysten honorierten unter anderem die geplanten niedrigeren Investitionen in diesem Jahr. BP tendierten fast zwei Prozent im Plus.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte