Tuifly spekuliert nach Air-Berlin-Pleite auf bessere Geschäfte

Berlin/Schwechat (APA/dpa) - Der Ferienflieger Tuifly rechnet sich nach der Insolvenz von Air Berlin neue Chancen für sein Geschäft aus. "Konsolidierung bedeutet steigende Preise, und das ist gut für uns", sagte Tuifly-Geschäftsführer Roland Keppler beim Kongress der Touristikzeitschrift "fvw" am Mittwoch in Köln. "Die Entwicklung bedeutet für Tuifly eher Chance als Nachteil."

Gleich mehrere Interessenten wie Lufthansa und Easyjet wollen sich Teile von Air Berlin einverleiben. Sollte Tuifly dadurch bis zu 14 Flugzeuge zurückbekommen, die sie an Air Berlins Touristiktochter Niki vermietet hat, könnte sie laut Keppler ihr Flugangebot etwa auf der Langstrecke ausweiten.

Der Ferienflieger Condor, der selbst um die Touristik-Airline Niki buhlt, rechnet nach der Air-Berlin-Pleite hingegen mit einem Preiskampf. "Die Flugzeuge verschwinden ja nicht, sondern tauchen irgendwo wieder auf. Diese Kapazitäten werden irgendwo in den Markt gedrückt", sagte Condor-Manager Paul Schwaiger. "Das wird die Verbraucher freuen, die Veranstalter aber nicht." Condor gehört zum Reisekonzern Thomas Cook, der in Deutschland vor allem mit der Marke Neckermann Reisen präsent ist. Condor bietet zusammen mit dem Niki-Gründer, dem früheren Rennfahrer Niki Lauda, für die Air-Berlin-Tochter aus Österreich.

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