Türkischer Finanzminister - Ratingagenturen reden Banken schlecht

Ankara (APA/Reuters) - Der türkischen Finanzminister Berat Albayrak wirft den internationalen Ratingagenturen vor, die Banken seines Landes schlechtzureden. Die Agenturen hätten ihre Anstrengungen darauf verstärkt, einen pessimistischen Blick auf die türkische Finanzbranche zu lenken, sagte er am Freitag. Die Regierung werde den Geldhäusern aber beistehen.

Zudem werde die Türkei im Kampf gegen den Verfall der Landeswährung weiterhin Schritte ergreifen. Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach erneut davon, dass es sich um einen gezielten Angriff auf die Lira handle. Zugleich erklärte er, die Schwankungen würden zurückgehen. Die Regierung in Ankara tue das, was nötig sei.

Die Lira stabilisierte sich am Freitag und legte zum Dollar 1 Prozent zu, ein Dollar kostete 6,57 Lira. Vor zwei Wochen hatte sie noch ein Rekordtief bei 7,24 erreicht.

Die US-Ratingagentur Moody's hatte vor wenigen Tagen die Bonitätsnote für 20 türkische Geldhäuser gesenkt, darunter einige der größten Banken des Landes. Sie begründete dies damit, dass sich die Risiken für die Türkei erhöht hätten. Die türkische Währung steht seit Monaten unter Druck. Sie hat seit Jänner zum Dollar fast 40 Prozent an Wert eingebüßt.

Um die Liquidität der heimischen Banken zu sichern, hat die türkische Notenbank Mitte August die Geldschleusen geöffnet und den Instituten eine ausreichende Liquiditätsversorgung zugesichert. Hinter dem Lira-Verfall steht unter anderem ein Streit zwischen den Regierungen in Ankara und Washington wegen der Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei. Zudem sehen Investoren zunehmend die Unabhängigkeit der türkischen Notenbank in Gefahr.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

Newsticker

Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

Newsticker

Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

Newsticker

Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium