Türkische Zentralbank lockerte Geldpolitik unter neuer Führung

Nach dem Wechsel an der Spitze der türkischen Notenbank haben die Währungshüter die geldpolitischen Zügel etwas gelockert. Sie senkten den Zins für Übernachtkredite an die Banken am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt auf 10,0 Prozent. Experten hatten damit gerechnet. Den eigentlichen Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld beließen die Währungshüter wie erwartet bei 7,5 Prozent.

Die Zinssitzung wurde erstmals von dem neuen Zentralbankpräsidenten Murat Cetinkaya geleitet. Der bisherige Vizechef und Fachmann für Finanzierungen nach islamischem Recht hat das Amt von seinem Vorgänger Erdem Basci übernommen.
Im Vormonat hatte die Zentralbank noch unter Bascis Führung den Zinssatz für Übernachtkredite erstmals seit Februar 2015 gesenkt. Der religiös-konservative Staatschef Recep Tayyip Erdogan drängt die Zentralbank seit längerem, die Zinsen aggressiv zu kappen und damit die flaue Wirtschaft anzukurbeln. Erdogans Berater Yigit Bulut hatte jüngst gesagt, dass Cetinkaya mit einer Senkung des Zinses auf Übernachtkredite um einen "halben bis einen dreiviertel Prozentpunkt" ins Amt starten könnte.
Die Zentralbank in der Türkei ist unabhängig von der Regierung und soll die Inflation im Zaum halten. Die Preise stiegen zuletzt um mehr als 7,5 Prozent. Die Notenbank rechnet damit, dass die Inflationsrate zum Jahresende noch auf 7,9 Prozent anzieht.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden