Türkische Nachrichtenagentur geht gegen kritische Twitter-Nutzer vor

Wer in der Türkei via Twitter ein kritisches Wort gegen den den Staatspräsidenten Tayyip Erdogan sowie gegen seine Freunde aus der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sowie gegen die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu erhebt, muss mit einer Verfolgung durch den Staatsanwalt rechnen. Nach etlichen Anklagen wird nun auch gegen die regierungskritischen Journalisten Can Dündar und Ahmet Sik auf Beschwerde von Anadolu ermittelt.

Istanbul/San Francisco (Kalifornien). Nach einer Beschwerde der regierungsnahen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wird gegen mehrere Nutzer des Internetdienstes Twitter unter anderem wegen Beleidigung ermittelt. Betroffen seien unter anderem die regierungskritischen Journalisten Can Dündar und Ahmet Sik, sagte eine Anadolu-Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Es gehe um Kurzmitteilungen, die während der Kommunalwahlen im März 2014 und der Präsidentenwahl im August 2014 gesendet worden waren.

Die regierungskritische Zeitung "Cumhuriyet" berichtete, ihr Autor Dündar werde belangt, weil er Anadolu zu große Nähe zur islamisch-konservativen Regierungspartei AKP vorgeworfen habe. Beispielsweise gehe es um folgenden Tweet vom März 2014: "Man darf nicht vergessen, dass der Generaldirektor der Agentur Anadolu früher Pressereferent von Bülent Arinc war." Anadolu-Generaldirektor Kemal Öztürk hatte Medienberichten zufolge vor seinem Amtsantritt für den prominenten AKP-Politiker und heutigen Vize-Ministerpräsidenten Bülent Arinc gearbeitet.

Der heutige Generaldirektor Senol Kazanci war früher nach Anadolu-Angaben unter anderem Chefberater des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. In einer schriftlichen Erklärung wies Anadolu darauf hin, dass gegen einige Nutzer auch wegen Tweets ermittelt werde, die unflätige Beleidigungen enthielten.

Die AKP sowie der eigentlich überparteilich agierende Erdogan dulden keinen Widerspruch. Seit den Demonstrationen am Gezi-Park will die AKP das Sprachrohr ihrer Kritiker Facebook und Twitter unter ihre Kontrolle bringen. Mit Verschärfungen von Gesetzen und Klagsandrohungen sollen die AKP-Kritiker zum Schweigen gebracht werden.

Caracas/Frankfurt (APA/Reuters) - Venezuela will vom Boom der Kryptowährungen profitieren und damit seine schweren Finanznöte abmildern. Die Emission der ersten staatlichen Cyber-Devise stoße auf reges Anlegerinteresse, sagte Staatspräsident Nicolas Maduro am Dienstag (Ortszeit) in Caracas. Am ersten Tag des Vorverkaufs für den "Petro" seien bereits 735 Mio. Dollar (596 Mio. Euro) zusammengekommen.
 

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"Superman"-Kryptowährung soll Venezuelas Finanznot lindern

Wien (APA) - Der neue Chef der teilstaatlichen Casinos Austria, Alexander Labak, will die Auslandstochter Casinos Austria International (CAI) mit 32 Spielstätten und 1.600 Mitarbeitern verkaufen. Intern heißt das ganze "Projekt Otto", wie aus einer Pflichtmitteilung der australischen Casinos-Beteiligung Reef Casino Trust an die australische Börsenaufsicht ASX hervorgeht.
 

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"Projekt Otto": Casinos Austria stellen CAI auf den Prüfstand

Stuttgart/Frankfurt (APA/Reuters) - Daimler kommt mit den Vorbereitungen einer Serienproduktion des 2016 vorgestellten schweren Elektrolasters voran. Zehn Kunden sollen heuer zehn Exemplare des für städtischen Lieferverkehr gedachten Fahrzeugs "eActros" erproben, kündigte Daimler-Trucks-Chef Martin Daum am Mittwoch in Stuttgart an.
 

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Daimler plant Serienproduktion eines Elektro-Lkw ab 2021