Türkische Lira taumelt nach Zinskommentaren von Erdogan

Frankfurt (APA/Reuters) - Zinsspekulationen haben die türkische Lira am Donnerstag auf ein neues Rekordtief gedrückt. Der Dollar lag am Vormittag 0,6 Prozent höher bei 4,8350 Lira, nachdem er zuvor bis auf 4,9767 Lira geklettert war.

Auslöser waren Händlern zufolge Aussagen zur Zinsentwicklung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich Anfang der Woche per Dekret eine stärkere Kontrolle über die Zentralbank verschafft hatte. "Wir haben viele Instrumente. Ich denke, wir werden die Zinsen in nächster Zeit fallen sehen", zitierte ihn die Zeitung "Hürriyet". "Ich bin mir sicher, nicht nur unsere staatlichen Banken, sondern auch unsere privaten Banken werden Verantwortung übernehmen, falls notwendig." Der Regent sieht sich als "Gegner von Zinsen" und dringt seit längerem auf niedrigere Leitzinsen.

Investoren treiben die Sorgen vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank seit Monaten um. Seit Jahresbeginn hat die Lira rund 22 Prozent abgewertet. Die Zentralbank versuchte zuletzt der hohen Inflation und dem Kurssturz der Landeswährung mit Zinserhöhungen gegenzusteuern.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker