Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Istanbul (APA/dpa) - Der Kurs der türkischen Lira ist am Donnerstag auf ein Rekordtief gesunken. Im Verhältnis zum US-Dollar verlor die Währung gut ein Prozent an Wert. Für einen Dollar mussten am Nachmittag erstmals 4,05 Lira gezahlt werden.

Marktbeobachter verwiesen unter anderem auf einen Bericht der türkischen Zeitung "Hurriyet", wonach der stellvertretende Premierminister Mehmet Simsek nach Kritik durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Rücktritt eingereicht habe. Am Nachmittag gab Simsek jedoch über Twitter bekannt, dass er dem Land "bis zum letzten Atemzug" dienen werde - was wieder eine leichte Erholung bei der Lira bewirkte.

Zwar sorgte auch eine allgemeine Dollar-Stärke für Druck auf die Lira. Die türkische Währung gab aber auch zum Euro deutlich nach. Seit geraumer Zeit fällt ihr Wert stark. Experten führen dies vor allem auf das hohe türkische Leistungsbilanzdefizit sowie die niedrigen Realzinsen - die Zinsen abzüglich der Inflation - zurück.

Bereits vor knapp zwei Wochen war der Dollarkurs erstmals über 4 Lira geklettert, allerdings nur für sehr kurze Zeit. Der Erdogan-Berater Cemil Ertem hatte anschließend die Kursbewegung abgestritten und auf die geringe Handelsaktivität in der Nacht verwiesen - ein Argument, das auf das aktuelle Lira-Rekordtief nicht angewandt werden kann.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro