Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Istanbul (APA/dpa) - Der Kurs der türkischen Lira ist am Donnerstag auf ein Rekordtief gesunken. Im Verhältnis zum US-Dollar verlor die Währung gut ein Prozent an Wert. Für einen Dollar mussten am Nachmittag erstmals 4,05 Lira gezahlt werden.

Marktbeobachter verwiesen unter anderem auf einen Bericht der türkischen Zeitung "Hurriyet", wonach der stellvertretende Premierminister Mehmet Simsek nach Kritik durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Rücktritt eingereicht habe. Am Nachmittag gab Simsek jedoch über Twitter bekannt, dass er dem Land "bis zum letzten Atemzug" dienen werde - was wieder eine leichte Erholung bei der Lira bewirkte.

Zwar sorgte auch eine allgemeine Dollar-Stärke für Druck auf die Lira. Die türkische Währung gab aber auch zum Euro deutlich nach. Seit geraumer Zeit fällt ihr Wert stark. Experten führen dies vor allem auf das hohe türkische Leistungsbilanzdefizit sowie die niedrigen Realzinsen - die Zinsen abzüglich der Inflation - zurück.

Bereits vor knapp zwei Wochen war der Dollarkurs erstmals über 4 Lira geklettert, allerdings nur für sehr kurze Zeit. Der Erdogan-Berater Cemil Ertem hatte anschließend die Kursbewegung abgestritten und auf die geringe Handelsaktivität in der Nacht verwiesen - ein Argument, das auf das aktuelle Lira-Rekordtief nicht angewandt werden kann.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Paris (APA/AFP) - "100% elektrisch": Unter diesem Motto flitzen jeden Tag tausende Carsharing-Autos durch Paris. Doch das Modell namens Autolib' könnte in wenigen Tagen Geschichte sein.
 

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Paris zieht Elektro-Autos den Stecker

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland