Türkische Lira fällt auf historischen Tiefstand

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist am Dienstag angesichts von Sorgen über neue Bankenregeln und einen in New York anstehenden Prozess gegen Verantwortliche der türkischen Halkbank auf ein Rekordtief gefallen. Die Landeswährung verlor am Vormittag rund ein Prozent ihres Werts und stand um 9.00 Uhr MEZ bei 3,96 Lira zum Dollar. Der Kurs zum Euro lag bei 4,65 Lira.

Es besteht unter Investoren die Sorge, dass sich der Prozess gegen den iranisch-türkischen Geschäftsmann Reza Zarrab und den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Halkbank, Mehmet Hakan Attila, negativ auf die Wirtschaft auswirkt. Zarrab und Attila sind vor einem Gericht in New York angeklagt, gegen die US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben.

Der verantwortliche Richter Richard Berman entschied am Montag, die Auswahl der Jury auf den 27. November zu vertagen. Damit verschiebt sich der Beginn des Prozesses auf den 4. Dezember. Der türkische Regierungssprecher Bekir Bozdag nannte den Prozess am Montag "politisch" motiviert und einen "Komplott gegen die Türkei".

Es gibt den Verdacht, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und andere Regierungspolitiker nicht nur über die Goldgeschäfte Zarrabs mit dem Iran informiert waren, sondern auch davon profitiert haben. In Ankara besteht die Sorge, dass die US-Justiz wegen Verstößen gegen die US-Finanzsanktionen eine Geldstrafe gegen Halkbank verhängt.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, traten am vergangenen Donnerstag neue Regeln für die "Fusion, Teilung und Übertragung von Vermögenswerten sowie den Tausch von Bankanteilen" in Kraft. Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek dementierte am Montag, dass dies eine Fusion der Halkbank mit einer anderen halbstaatlichen Bank vorbereiten solle.

Die türkische Wirtschaft verzeichnet ein Wachstum von mehr als 5 Prozent, doch liegt die Inflation bei 12 Prozent. Erdogan dringt gegenüber der Zentralbank regelmäßig auf eine Senkung der Zinsen, um das Wachstum durch eine Stärkung des Konsums und der Investitionen zu fördern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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