Türkische Lira auf Rekordtief - Analysten warnen vor Zahlungskrise

Istanbul/Ankara (APA/Reuters) - Die Eskalation des Streits zwischen der Türkei und den USA wegen eines inhaftierten Pastors hat am Donnerstag die türkische Währung und die Börse unter Druck gesetzt. Die Lira sackte auf ein Rekordtief ab. Ein Dollar kostete im Gegenzug mit 5,09 Lira so viel wie noch nie. Der Leitindex der Börse in Istanbul gab mehr als drei Prozent 94.153 Zähler nach.

"Die Sanktionen der US-Regierung gegen zwei türkische Minister haben Ängste am Markt geschürt, dass noch weitere Maßnahmen und entsprechende Gegenmaßnahmen folgen könnten", sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. "Investoren mögen diese politische Eskalation nicht."

Die tatsächlichen Folgen der Sanktionen gegenüber Innenminister Süleyman Soylu und Justizminister Abdulhamit Gül hielten sich für die türkische Wirtschaft bisher in Grenzen, erklärte DZ-Bank-Analyst Sören Hettler. Denn es sei bisher nur das in den USA befindende Vermögen der Regierungsmitglieder eingefroren worden. Zudem sei es US-Unternehmen untersagt worden, Geschäfte mit den Betroffenen zu machen. Problematisch wären für die Türkei aber Maßnahmen, die den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten einschränkten, fügte Hettler hinzu. Die Türkei sei auf Kapitalgeber angewiesen und die bestehende Auslandsverschuldung sei zu einem wesentlichen Teil kurzfristig finanziert. Damit sei sie anfällig für einen Abzug von Kapital. Sollte dieser Fall eintreten, würde das Risiko einer Zahlungsbilanzkrise zunehmen.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen