Türkei fordert mehr Zusammenarbeit gegen Gotteskrieger

(Reuters) - Die Türkei hat die europäischen Regierungen zu einer stärkeren Zusammenarbeit aufgerufen, um Bürger ihrer Länder an der Ausreise in den "Heiligen Krieg" nach Syrien oder den Irak zu hindern. Eine starke Zusammenarbeit und ein Informationsaustausch mit den anderen Staaten sei unerlässlich, um Personen aufzuhalten, die über sein Land als "Gotteskrieger" in eines der beiden Länder reisen wollten, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei einem Besuch in Berlin. Sein Land könne diese Herausforderung nicht allein bewältigen. Er rief zudem dazu auf, die Personen möglichst bereits in ihren Heimatländern festzuhalten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier lobte, dass die Türkei bereits mehr als 1000 junge Menschen, die sich im Irak oder Syrien etwa der Miliz "Islamischer Staat" (IS) anschließen wollten, zurückgewiesen habe. Zudem seien mehr als 6000 junge Menschen auf die "No-Entry-Liste" der Türkei gesetzt worden, womit ihnen die Einreise verwehrt wird.

Die Behörden in Deutschland und anderer Länder sind besorgt über die große Zahl von Bürgern, die sich auf den Weg nach Syrien oder in den Irak gemacht haben. Es besteht die Befürchtung, dass sie radikalisiert, an Waffen ausgebildet und mit guten Kontakten zu radikalen Gruppen zurückkehren. Aus Deutschland sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes mehr als 400 Personen dorthin ausgereist, rund 130 sind bislang zurückgekehrt. Laut Steinmeier reisten viele von ihnen in die Türkei zunächst als Touristen.

Beide Minister lehnten Forderungen ab, die in der Türkei aktive und ebenfalls gegen die IS-Miliz kämpfende Kurdische Arbeiterpartei (PKK) nicht mehr als terroristische Vereinigung einzustufen. Es gebe keinen Grund die Haltung hier zu korrigieren, sagte Steinmeier. Cavusoglu sagte, die PKK habe sich von ihren terroristischen Absichten nicht distanziert.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte