Türkei wirft USA "fingierten Prozess" gegen Banker Atilla vor

Istanbul (APA/dpa) - Ankara hat das Urteil gegen den türkischen Banker Hakan Atilla wegen Verstoßes gegen US-Sanktionen scharf kritisiert. Atilla sei in einem "fingierten Prozess" verurteilt worden, obwohl er unschuldig sei, teilte das türkische Außenministerium in Ankara am Mittwochabend mit.

Das Gericht habe sich auf "gefälschte Beweise und falsche Aussagen" der Gülen-Bewegung gestützt, dadurch habe der Prozess seine Legitimität verloren. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich.

Am Vortag hatte ein Richter in New York das Strafmaß für den schon Anfang des Jahres verurteilten Atilla auf 32 Monate Haft festgelegt. Der Richter folgte damit in etwa der Forderung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte rund 20 Jahre Haft gefordert.

Atilla war früher Vizechef der staatlichen türkischen Halkbank. Eine Jury in New York hatte ihn Anfang des Jahres unter anderem wegen Bankbetrugs und der Verschwörung zur Geldwäsche und zur Umgehung von Sanktionen gegen den Iran schuldig gesprochen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Schuldspruch schon damals scharf kritisiert und rechtliche Schritte gegen die USA ins Spiel gebracht.

London (APA/Reuters) - Britische Abgeordnete haben ihre europäischen Kollegen um Mithilfe bei der Aufklärung des Facebook-Datenskandals gebeten. Weil Firmengründer Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament, nicht aber vor dem britischen Parlament aussage, müssten die Europa-Abgeordneten nun die richtigen Fragen stellen, forderte der Vorsitzende des Medien-Ausschusses im britischen Parlament, Damian Collins, am Dienstag.
 

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Britische Abgeordnete wollen von Zuckerberg Antworten

Hamburg (APA/dpa) - Die Unternehmen in Europa stehen nach einer Analyse im Auftrag des Hamburger Finanzdienstleisters EOS der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eher positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel derjenigen Unternehmen, welche die neue Verordnung als relevant einschätzen, profitieren demnach von höherer Datensicherheit in ihrem Forderungsmanagement, heißt es in einer Mitteilung.
 

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EU-Unternehmen bewerten Datenschutz-Verordnung trotz Bedenken positiv

München/Toulouse (APA/Reuters) - Airbus und die EU wollen mit kleinen Änderungen an staatlichen Darlehen für den Flugzeugbauer drohende Sanktionen der USA umgehen. Airbus und die vier EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien, in denen der Konzern produziert, ziehen damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zur Unterstützung der EU für Airbus.
 

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Airbus und EU-Staaten wollen Sanktionen der USA vermeiden