Türkei senkte Wachstumsprognosen, höhere Inflation erwartet

Ankara - Die türkische Regierung hat ihre Wachstumsprognosen kräftig nach unten geschraubt. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 3 Prozent statt der bisher erwarteten 4 Prozent zulegen, geht aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt hervor. Für 2016 wurde die Vorhersage von 5 auf 4 Prozent zurückgenommen. Gleichzeitig erwartet die Regierung eine höhere Inflation.

Die Teuerungsrate soll demnach in diesem Jahr bei 7,6 (bisher: 6,3) Prozent liegen, 2016 bei 6,5 (5,0) Prozent.

Nach den verheerenden Anschlägen vom Wochenende geriet die Landeswährung Lira am Montag unter Abwertungsdruck. Sie gab zum Dollar auf einen Kurs von 2,95 Lira zum Dollar nach, während der Aktienmarkt 0,3 Prozent verlor. "Das kommt zu einer sehr schwierigen Zeit für die Türkei, sagte Analyst Tim Ash vom Broker Nomura. Viele der Risiken seien aber schon in den Kursen eingepreist.

Finanzminister Mehmet Simsek hatte kürzlich gewarnt, dass politische Instabilität die größte Gefahr für den Aufschwung sei. Der Konflikt mit kurdischen Rebellen hatte sich zuletzt wieder verschärft. Auch macht der Türkei der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien zu schaffen. Zudem war es Ministerpräsident Ahmet Davutoglu nach der jüngsten Wahl nicht gelungen, eine Koalitionsregierung zu bilden. Daher kommt es am 1. November zu einer Neuwahl.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London