Türkei will im kurdischen Nordirak nach Öl suchen

Ankara - Die Türkei will in der autonomen Kurdenregion im Nordirak nach Ölvorkommen suchen. Abkommen mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad und der autonomen Region ermöglichten dies an Ausläufern der Kandil-Berge, sagte der türkische Energieminister Tamer Yildiz am Montag laut Nachrichtenagentur Anadolu. "Wir werden mit Erkundungsarbeitern auf den Feldern Hindirin und Koman beginnen", ergänzte er.

Die autonome Kurdenregion im Nordirak gilt als Rückzugsgebiet von Kämpfern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK). PKK-Anführer Abdullah Öcalan hatte seine Anhänger am Samstag zur Niederlegung ihrer Waffen aufgerufen und damit neue Hoffnung auf ein Ende des kurdischen Aufstands in der Türkei gemacht. Auch für den Energiesektor erwarte sich die türkische Regierung durch den Friedensprozess viel, unterstrich Yildiz.

Um sich von Ölimporten aus Russland und dem Iran unabhängiger zu machen, versucht die türkische Regierung seit geraumer Zeit eine Annäherung an die autonome Kurdenregion im Nordirak. Im vergangenen Jahr hatte dies für Ärger mit der Zentralregierung in Bagdad gesorgt, als die Türkei half, Öl aus der kurdischen Provinz des Iraks auf die internationalen Märkte auszuliefern. Bagdad besteht darauf, dass alle Exporte zentral gesteuert werden.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen