Türkei kalkuliert in Wirtschaftsplan Konjunkturdämpfer ein

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung stellt sich in ihrem neuen Wirtschaftsprogramm auf einen Rückschlag beim Konjunkturaufschwung ein. Wie am Donnerstag aus einer Präsentation von Finanzminister Berat Albayrak hervorging, rechnet die Regierung heuer mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent und von 2,3 Prozent im kommenden Jahr. Bisher war sie von Anstiegen von jeweils 5,5 Prozent ausgegangen.

Der Minister, Schwiegersohn von Präsident Recep Tayyip Erdogan, verschob nun das Ziel von mehr als fünf Prozent auf nach 2021. Die Türkei steckt tief in einer Währungskrise: Die Lira hat seit Jahresbeginn im Vergleich zum Dollar rund 40 Prozent an Wert verloren.

Um den Kursverfall zu stoppen, hatte die Zentralbank des Landes vergangene Woche den Leitzins unerwartet deutlich angehoben. Am Mittwoch wurden zudem die finanziellen Bedingungen für eine Staatsbürgerschaft gelockert, um mehr Geld ins Land zu holen. Nun ist Albayrak mit seiner mittelfristigen Wirtschaftsplanung am Zug: "Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen um sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwunden werden", sagte er in Istanbul. Dabei kalkuliert er eine sinkende Inflation ein: Nach einem Anstieg auf 20,8 Prozent in diesem Jahr rechnet Albayrak für 2019 mit einem Rückgang auf 15,9 Prozent und für 2020 auf 9,8 Prozent.

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