TTIP-Streit: EU-Kommission plant neuen Vorschlag zu Investorenschutz

Brüssel (APA/dpa) - Die EU-Kommission will bis Mai neue Vorschläge für den umstrittenen Investorenschutz im geplanten Freihandelsabkommen TTIP präsentieren. Das erfuhr der Informationsdienst dpa Insight EU aus Kommissionskreisen. "Es wird irgendeine Art von Investitionsschutz geben", sagte ein EU-Beamter am Donnerstag.

Beim Investorenschutz geht es um eine Absicherung ausländischer Unternehmen vor Verstaatlichungen und anderen unfairen Behandlungen im Gastland. TTIP-Gegner warnen vor der Möglichkeit, dass dabei über besondere Schiedsgerichte nationale Politik und nationales Recht ausgehebelt werden könnten.

Die Kommission hatte die Verhandlungen mit den USA zum Schutz von Investoren nach heftigem Gegenwind zunächst ausgesetzt und eine öffentliche Befragung gestartet. Die große Mehrheit lehnte die Klauseln ab. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte bei ihrem Brüssel-Besuch am Mittwoch eine "vernünftige Balance" beim Investorenschutz gefordert. Deutschland habe in der Vergangenheit von solchen Schutzklauseln auch profitiert.

Die Sozialdemokraten im EU-Parlament lehnen den Investorenschutz ab. Intransparente und private Schiedsstellen hätten im Handelsabkommen "nichts zu suchen", so Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses in der Volksvertretung.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch