Tsipras - Auch Euro-Partner müssen Verpflichtungen nachkommen

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Euro-Partner aufgefordert, ihren Teil der eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. "Griechenland hat bereits damit begonnen, seinen Verpflichtungen vom 20. Februar nachzukommen", sagte Tsipras am Freitag in Brüssel mit Blick auf die Vereinbarungen in der Eurogruppe.

"Ich bin sehr optimistisch (..), dass wir eine Lösung finden, denn das ist in unser aller Interesse", fügte Tsipras hinzu. "Ich glaube, es gibt kein griechisches Problem, es gibt ein europäisches Problem, und da wir Pro-Europäer sind und zusammen in eine gemeinsame Zukunft gehen wollen, denke ich, dass wir am Ende des Tages all diese Missverständnisse lösen werden", sagte Tsipras nach einer Begegnung mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). In den vergangenen Tagen hatte es vor allem zwischen der Bundesregierung und Athen Spannungen gegeben.

Man werde mit dem "ehrlichen Kompromiss" vom 20. Februar weitermachen und die Beschlüsse umsetzen, sagte Tipras, der nach dem Treffen mit Schulz zu Beratungen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammenkam. Juncker sagte, dass er ein völliges Scheitern der Verhandlungen nicht wolle und ausschließe.

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"