Tschechischer Notenbankchef warnt vor Konjunktur-Überhitzung

Prag (APA/dpa) - Der tschechische Nationalbankpräsident Jiri Rusnok hat erneut vor einer drohenden Überhitzung der Konjunktur in seinem Land gewarnt. Mit einer Erhöhung des Leitzinssatzes rechne er dennoch "eher erst in der zweiten Jahreshälfte, möglicherweise erst zum Jahresende", sagte Rusnok laut der Zeitung "Pravo" (Montag).

Die Nationalbank beobachte alle Faktoren und sei bereit, auf mögliche "dramatische Notwendigkeiten" zu reagieren. "Angesichts dessen, dass wir gegenüber den entwickelten westlichen Staaten aufholen müssen, haben wir ein Wachstum von vier Prozent verdient, aber kein höheres", sagte der Ex-Ministerpräsident. Im vierten Quartal 2017 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich um 5,2 Prozent gestiegen.

Wichtigste Barriere für das weitere Wachstum ist Rusnok zufolge der Mangel an Arbeitskräften. In Tschechien herrscht praktisch Vollbeschäftigung - im Jänner lag die Arbeitslosenquote nach Angaben der Statistikbehörde CSU bei 2,4 Prozent. Nach der Berechnungsmethode der Arbeitsämter waren es 3,9 Prozent.

Nach Einschätzung des früheren Finanzministers Ivan Pilny von der liberal-populistischen ANO-Partei ist die tschechische Wirtschaft zu stark abhängig von der Entwicklung in Deutschland. Auch dort hätten einige Experten vor einer Überhitzung der Wirtschaft gewarnt. Zudem werde in Tschechien noch zu wenig an Nachhaltigkeit gedacht: "Wasser und Wärme werden verschwendet."

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen