Tschechische Krone gegenüber Euro und US-Dollar deutlich geschwächt

Praia - In Tschechien brach Nervosität um die heimische Währung aus, nachdem ihr Kurs am Montag unerwartet gegenüber dem Euro auf ein Sechs-Jahres-Tief und gegenüber dem US-Dollar auf ein Neun-Jahres-Tief eingebrochen war. Auch am Dienstagvormittag gingen die Kurse von Euro und Dollar zurück - auf 28,4 Kronen je Euro und 24 Kronen je US-Dollar.

Die tschechischen Analysten führen den Verfall des Kurses vor allem auf die Inflationsdaten vom Dezember 2014 zurück, die viel niedriger waren als die Tschechische Nationalbank (CNB) erwartet hatte. Für das ganze Jahr 2014 machte die durchschnittliche Inflationsrate nur 0,4 Prozent aus - im Vergleich zu 1,4 Prozent 2013.

Gleichzeitig meinen die Analysten, dass die Investoren noch stärkere Interventionen der CNB befürchten, als die Zentralbank bisher schon unternommen hat, und deswegen die tschechische Krone jetzt verkaufen. Auslöser der seit November 2013 betriebenen Interventionen der CNB ist die "Gefahr einer Deflation", wie die Zentralbank selbst erklärt hatte.

"Hinter der kräftigen Schwächung der Krone steckt primär die Befürchtung, dass die CNB auf der Sitzung ihres Rates Anfang Februar eine Erhöhung des Interventions-Pegels auf 29 Kronen pro Euro ankündigen wird", sagte der Analyst der Gesellschaft "Akcenta", Miroslav Novak.

Bisher hielt die CNB den Kurs bei rund 27 Kronen pro Euro. Noch vor dem Beginn der Interventionen war ein Euro etwa 25 Kronen wert gewesen.

Der frühere Premier Jiri Rusnok, Mitglied des CNB-Rates, versuchte unterdessen die Märkte zu beruhigen, indem er erklärte, er sehe derzeit keinen Grund für eine Korrektur des Krone-Kurses auf einen schwächeren Wert.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro