Tschechiens Verkehrsminister Tok drängt Kapsch zu Preissenkung

Prag/Wien (APA) - Der tschechische Verkehrsminister Daniel Tok will, dass der österreichische Mautsystem-Anbieter Kapsch TrafficCom seinen Preis für den bereits laufenden Betrieb des Lkw-Mautsystems in Tschechien senkt. Kapsch bemüht sich derzeit im Rahmen einer Ausschreibung um einen Folgeauftrag für den Betrieb des Lkw-Mautsystems nach 2019 und hatte erklärt, die Maut auch deutlich günstiger einheben zu können.

Tok sagte laut Medienberichten, Kapsch sollte die Kosten schon jetzt auf die in Aussicht gestellten 8,6 Prozent der Maut-Erlöse senken - und nicht erst ab 2020, falls Kapsch die Ausschreibung gewinnen würde. Derzeit erhält Kapsch rund 15 Prozent der Mauteinnahmen.

Kapsch hat Toks Forderung, schon jetzt auf einen Teil der Einnahmen zu verzichten, zurückgewiesen. Er sei jedoch bereit, mit dem Verkehrsministerium über eine Preissenkung ab 1. Jänner 2020 zu verhandeln, sagte der Generaldirektor von Kapsch in Tschechien, Karel Feix.

Kapsch hat in Tschechien ein Lkw-Mautsystem auf Mikrowellen-Basis errichtet und betreibt es seit 2007. Derzeit bewerben sich die Österreicher neben drei Konkurrenten um den Betrieb eines elektronischen Mautsystems nach 2019. Kapsch kritisiert die Ausschreibung, weil diese die Satelliten-Technik gegenüber dem Mikrowellen-System von Kapsch bevorzuge.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht