Tschechien will doch noch heuer neue Lkw-Maut-Ausschreibung starten

Der tschechische Verkehrsminister Dan Tok will doch noch heuer eine neue Ausschreibung starten, aus der der künftige Betreiber des Lkw-Mautsystems hervorgehen soll. Bis Ende Juli werde er die grundlegenden Kriterien der Vergabe-Dokumentation der Regierung vorlegen und "unmittelbar danach" das Auswahlverfahren starten, erklärte Tok laut tschechischen Zeitungen vom Donnerstag.

Das tschechische Mautsystem wurde vom börsennotierten Wiener Unternehmen Kapsch TrafficCom 2007 gebaut und seither auch betrieben. Der Vertrag mit Kapsch läuft Ende 2016 aus.

Tschechien ist mit den Vorbereitungen der neuen Ausschreibung stark in Verzug, sodass sie womöglich nicht rechtzeitig fertig wird. Für diesen Fall hatte Verkehrsminister Tok im März Bereitschaft signalisiert, den Vertrag mit Kapsch um bis zu zwei Jahre zu verlängern.

Auf eine aktuelle Journalistenfrage, ob die Verlängerung des Vertrages mit Kapsch immer noch infrage komme, falls man bis Ende 2016 keinen neuen Betreiber findet, antwortete Tok nun: "Der gesamte Prozess ist angespannt, aber man kann es noch schaffen. Wenn es doch nicht gelingt, werden wir Reservepläne vorbereitet haben". Details nannte der Minister nicht.

Mehrere Unternehmen haben bereits ihr Interesse am Betrieb des Lkw-Mautsystems bekundet, darunter die italienische Autostrade, Siemens und die slowakische SkyToll.

Auch Kapsch TrafficCom selbst wird höchstwahrscheinlich bei der neuen Ausschreibung wieder ins Rennen gehen, wenngleich man die Details noch nicht kenne, wie eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag zur APA sagte. Noch sei nicht klar, ob Tschechien nur die Betreiberfunktion neu ausschreiben will oder ob ein Tausch des Komplettsystems angedacht ist. "Es kann auch sein, dass Erweiterungen zum System gewünscht sind."

Für die nun anlaufende Ausschreibung benötigt die tschechische Regierung technische Informationen von Kapsch, daher haben Verkehrsminister Tok und Unternehmenschef Georg Kapsch vor ein paar Monaten vereinbart, eine Arbeitsgruppe aus Juristen und Technikern zu gründen.

Tschechien hebt auf 1.428 Straßenkilometern eine Lkw-Maut ein, seit 2007 geschieht das elektronisch. Jährlich werden etwa 9 Mrd. Kronen (328,5 Mio. Euro) kassiert.

Wien (APA) - Der börsenotierte Caterer Do&Co verlängert die Kooperation mit der teilstaatlichen Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.). Die Zusammenarbeit wird über 15 Jahre im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft THY DO & CO kram Hizmetleri A. fortgesetzt - vorbehaltlich der Genehmigungen durch Unternehmensorgane und von Behörden "sowie einer zufriedenstellenden Vertragsdokumentation", so Do&Co Dienstagabend.
 

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Do&Co verlängert Kooperation mit Turkish Airlines um 15 Jahre

Maribor (APA) - Der österreichisch-slowenisch-kanadische Geschäftsmann Walter Wolf steht in Slowenien wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Zusammenhang mit der Patria-Schmiergeldaffäre vor Gericht. Bei der Anklageverlesung vor dem Bezirksgericht in Maribor plädierte der 79-Jährige am Montag auf nicht schuldig, berichtete die Nachrichtenagentur STA.
 

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Patria-Affäre in Slowenien: Wolf wegen Geldwäsche vor Gericht

Innsbruck (APA) - Die Asfinag hat dementiert, dass die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl vorerst auf Eis gelegt wird. Der Geschäftsführer für Tirol und Vorarlberg, Stefan Siegele, bezeichnete dies in einer Aussendung als "völlig falsch". Der "Kurier" hatte zuvor über ein Aus für die Pannenstreifen-Freigabe berichtet.
 

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Aus für Pannenstreifen-Freigabe in Tirol: Asfinag dementiert