Tschechien geht gegen Abzocke in Wechselstuben vor

Prag (APA/dpa) - Immer wieder klagen Touristen über Abzocke beim Geldwechseln in Tschechien. Unlautere Wechselstuben in Prag und anderen Städten erheben im Kleingedruckten versteckte Gebühren oder werben mit dem günstigeren Kurs für den Ankauf von tschechischen Kronen. Dagegen will die Minderheitsregierung des liberal-populistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis nun vorgehen.

Das Kabinett brachte am Mittwoch ein Gesetz auf den Weg, das den Kunden bei Summen bis 1.000 Euro ein zweistündiges Rücktrittsrecht einräumt. Das Parlament muss die Neuregelung noch billigen.

"Es ist kein Geheimnis, dass die Praktiken einiger Wechselstuben vor allem im Zentrum der Hauptstadt nicht gut für den Ruf der Tschechischen Republik sind", sagte Finanzministerin Alena Schillerova. Es seien Fälle bekannt, bei denen Gebühren in Höhe von 28 Prozent beim Wechseln von 15 Euro berechnet worden seien.

Für Touristen ist es schwer, sich bei den Gebührenordnungen zu orientieren. Die Kontrolle über die Wechselstuben obliegt der tschechischen Nationalbank. Sie saß aber bisher am kürzeren Hebel: Selbst hohe Geldstrafen von umgerechnet bis zu 23.000 Euro konnten die Geschäftemacher nicht abschrecken.

In Großstädten wie Prag verliert das Bargeld zunehmend an Bedeutung. Dem Bankenverband zufolge zahlen immer mehr Tschechen kleine Beträge mit kontaktlosen Geldkarten. Bei der Einführung der Technologie war das Land einer der Vorreiter in Europa. Allerdings bieten noch längst nicht alle Geschäfte diesen Service an.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro