Trumps Top-Wirtschaftsberater Kudlow - Keine Scheu vor Kritik

Washington (APA/Reuters) - Studienabbrecher, Wall-Street-Banker, TV-Moderator: Donald Trumps künftiger Wirtschaftsberater Lawrence "Larry" Kudlow hat eine lange Karriere mit überraschenden Wendungen hinter sich. Der 70-Jährige stand während seiner Studienzeit links, ehe er sich den konservativen Republikanern zuwandte und zum Verfechter von Steuersenkungen und weniger Regulierung wurde.

Auch seine Ausbildung verlief nicht ohne Wandel. Zunächst erwarb er einen Abschluss in Geschichte an der University of Rochester, ehe er Politik und Wirtschaft an der Princeton University studierte - den anvisierten Master-Titel durch einen Studienabbruch aber nicht erreichte.

Das hinderte Kudlow nicht an einer steilen Karriere als Ökonom. Zunächst arbeitete er für die amerikanische Notenbank Fed, dann als Wirtschaftsberater für den republikanischen Präsidenten Ronald Reagan. 1987 wurde er Chefvolkswirt der Wall-Street-Bank Bear Stearns. Diese verließ er nach Drogen- und Alkoholproblemen zu Beginn der 90er-Jahre. Seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten trocken zu sein, bezeichnete er erst kürzlich als "Mittelpunkt meines Lebens" und "mein Nr. 1 Job".

Einem größeren Publikum bekannt wurde Kudlow schließlich als Buchautor, Kolumnist und vor allem als TV-Moderator. Er war beispielsweise Gastgeber der CNBC-Sendung "The Kudlow Report", die im Hauptabendprogramm lief. Sein Radioformat "The Larry Kudlow Show" wurde in vielen Landesteilen verbreitet. Kudlow, in dritter Ehe verheiratet, ist außerdem Gründer einer nach ihm benannten Beratungsfirma.

Obwohl er früh den jetzigen US-Präsidenten Trump unterstützte, hat Kudlow ihn auch kritisiert - etwa für seine Entscheidung, Importzölle auf Aluminium und Stahl zu erheben. "In Wirklichkeit sind höhere Zölle Steuererhöhungen", schrieb er erst vor wenigen Tagen. Reagan habe ähnliches gegen japanischen Stahl unternommen und dies später bereut. "Trump wird das ebenfalls lernen", so sein künftiger Top-Wirtschaftsberater. "Und wir hoffen, dass er das eher früher als später tut."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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