Trump wirft Japan unfaire Handelspraktiken vor

Washington/Tokio (APA/AFP/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat Japan unfaire Handelspraktiken vorgeworfen. "Im Augenblick ist unser Handel mit Japan nicht fair und offen", sagte Trump am Montag vor Wirtschaftsvertretern in Tokio. Die USA litten sei "vielen, vielen Jahren" unter "massiven Handelsdefiziten" mit Japan. Gleichzeitig verteidigte Trump die Kündigung des Freihandelsabkommens TPP.

"Wir wollen fairen und offenen Handel. Also werden wir verhandeln müssen, und das werden wir auf freundliche Weise tun", fügte Trump hinzu. Es werde eine Zeit dauern, aber dann werde es Handelsdeals und "Handelskonzepte" geben.

Entsprechende Gespräche mit Japan dauerten schon sehr lange. Das finanzielle Ergebnis werde besser für beide Länder sein. In den vergangenen Jahrzehnten habe Japan in Handelsfragen mit den USA immer gewonnen, sagte Trump.

Vor einem Essen mit Premier Shinzo Abe hatte Trump am Sonntagabend gesagt, man sei mit Japan mitten in der Diskussion sehr wichtiger Themen, darunter Nordkorea und der Handel. "Wir kommen sehr gut voran, sehr gut", sagte Trump. Das Verhältnis zu Japan sei ganz außerordentlich. "Wir mögen uns, und unsere Länder mögen einander. Wir waren uns nie näher als heute."

Trump war am Samstag in Japan eingetroffen. Nach einem Besuch bei US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota reiste er weiter in die Hauptstadt Tokio, um dort mit Abe eine Runde Golf zu spielen und gemeinsam zu Abend zu essen. Am Montag sollten die offiziellen Beratungen beginnen.

Japan ist die erste Station einer fast zweiwöchigen Asienreise, die Trump auch nach Südkorea, China, Vietnam und auf die Philippinen führt. Der Konflikt mit Nordkorea dürfte im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen. Nach Angaben von US-Regierungsvertretern stehen Handelsfragen auf Trumps Prioritätenliste aber ebenfalls weit oben.

Trump setzt mit seiner "America First"-Politik auf wirtschaftliche Abschottung und kündigte nur drei Tage nach seinem Amtsantritt im Jänner das transpazifische Freihandelsabkommen TPP auf, an dem auch Japan beteiligt ist. Der US-Präsident verteidigte den TPP-Ausstieg. Bei einem Treffen mit Geschäftsleuten sagte Trump am Montagmorgen (Ortszeit) in Tokio: "Wir werden mehr Handel haben als im Rahmen von TPP, und die Situation wird viel weniger komplex sein." TPP sei nicht die richtige Idee gewesen.

TPP sollte rund um den Pazifik die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Der Vertrag war im Februar 2016 unterzeichnet worden, aber noch nicht in Kraft getreten. Die elf Handelspartner repräsentieren 800 Millionen Menschen und 40 Prozent der Weltwirtschaft. Sie wollen nach dem Rückzug der USA großenteils ohne Amerika weiter vorangehen.

Wien (APA/Reuters) - Die Erste Group will ihre Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen und dafür eine Stiftung ins Leben rufen. "Ziel ist es, mit dieser Mitarbeiterstiftung einen zusätzlichen stabilen Aktionär zu schaffen, der in etwa ein Prozent an der Gruppe halten soll in Zukunft", sagte Bankchef Andreas Treichl am Donnerstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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Erste Group will Mitarbeiter über Stiftung beteiligen

Rom/Wiener Neudorf (APA) - Penny Market, Tochter des größten Handelskonzerns in Österreich, Rewe International, investiert kräftig in Italien. Geplant seien bis Ende 2019 Investitionen in Höhe von 167 Millionen Euro investieren. 80 Millionen Euro sind der Eröffnung neuer Supermärkte gewidmet, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".
 

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Rewe-Tochter Penny Market will in Italien wachsen

Prag (APA/dpa) - Ein tschechischer Parlamentsabgeordneter der Piratenpartei hat in seiner Dienstwohnung auf Staatskosten Münzen der Kryptowährung ZCash geschürft, also digitales Geld auf seinem Rechner hergestellt. Das fiel nur deshalb auf, weil der Stromverbrauch in der Wohnung im historischen Prager Stadtzentrum ungewöhnlich hoch war, wie das Nachrichtenportal aktualne.cz am Donnerstag berichtete.
 

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Tschechischer Abgeordneter schürfte Kryptowährung auf Staatskosten