Trump will sich bei Kongress-Rede auf Wirtschaft konzentrieren

Washington (APA/Reuters) - Inmitten zahlreicher politischer Baustellen und nach einem turbulenten ersten Amtsjahr hält US-Präsident Donald Trump seine jährliche Rede vor dem US-Kongress. Vor beiden Kammern der Volksvertretung wird Trump am Dienstagabend (MEZ: Mittwoch, 03.10 Uhr) seine Verdienste für die brummende US-Wirtschaft nicht zuletzt durch die von ihm initiierte Steuerreform herausstellen.

Trump will zudem um Einigkeit bei der künftigen Einwanderungspolitik der USA werben. Doch nicht zuletzt dieses Thema dürfte für eine angespannte Atmosphäre im Kongress sorgen.

Bisher stehen sich Trumps Republikaner und die Demokraten hier relativ unversöhnlich gegenüber. Einige Abgeordnete der Demokraten haben sogenannte Dreamer eingeladen, sie zu begleiten. Das sind Einwanderer, die als Kinder illegal in die USA kamen. Trump hat zwar vorgeschlagen, ihnen die Staatsbürgerschaft anzubieten, dieses Zugeständnis aber an Bedingungen an den US-Kongress geknüpft. Dabei steht er unter Zeitdruck: Bis zum 8. Februar muss in der Einwanderungspolitik und dem daran geknüpften parallel laufenden Haushaltsstreit eine Lösung gefunden werden. Ansonsten kommt es wie bereits vor zehn Tagen zum Verwaltungsstillstand, dem "Government Shutdown".

Aus Protest gegen Trump haben bereits Demokraten angekündigt, der ersten "State of the Union" von Trump fernzubleiben. Einige Vertreterinnen der Demokraten wollen in schwarz gekleidet kommen, um ihre Solidarität zu der "#MeToo"-Kampagne gegen sexuelle Belästigung Ausdruck zu verleihen.

Über Trumps Billionen Dollar schweres Infrastrukturprojekt sind keine wesentlichen Neuigkeiten zu erwarten. Er werde zwar darauf eingehen, hieß es in Regierungskreisen. Details sollten aber nicht vor Mitte Februar vorliegen.

Im vergangenen Jahr hatte Trump in seiner ersten Rede vor dem Kongress, die kurz nach Amtsantritt aber noch nicht als "State of the Union" gilt, mildere Töne angeschlagen. Republikaner hoffen auch dieses Mal auf einen versöhnlicheren Auftritt. "Es sollte ein Ereignis von Weltklasse sein, das es erlaubt, sich auf seine Erfolge zu konzentrieren und nicht das tägliche Drama", sagte der republikanische Stratege Scott Reed.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker