Trump verteidigt harten Kurs gegen Teheran und bietet Deal an

Brüssel (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat seine harte Linie gegenüber dem Iran verteidigt. "Sie behandeln uns jetzt mit viel mehr Respekt", sagte Trump am Donnerstag auf einer Pressekonferenz am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel mit Blick auf den US-Ausstieg aus dem Atomabkommen. Zugleich äußerte er sich bereit, einen "Deal" mit TEheran zu machen.

Die Iraner hätten nun eine Menge Probleme, die Wirtschaft kollabiere, sagte Trump. "An einem gewissen Punkt werden Sie mich anrufen und sagen: "Lass uns einen Deal machen" - und dann machen wir einen Deal. Aber das schmerzt sie gerade sehr", sagte er mit Blick auf die Sanktionen gegen das Land.

Das Abkommen sieht vor, dass der Iran sein Atomprogramm massiv zurückfährt und streng überwachen lässt. So soll die Islamische Republik am Bau einer Atomwaffe gehindert werden. Im Gegenzug wurde Teheran der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen versprochen. Seit Trump im Mai aus der Vereinbarung ausgestiegen ist und neue US-Sanktionen gegen den Iran angekündigt hat, steht der Atomdeal vor dem Scheitern. Die verbliebenen fünf Vertragspartner Teherans versuchten am vergangenen Freitag bei einem Außenministertreffen in Wien, das Abkommen zu retten.

Frankfurt (APA/dpa) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt die Politik davor, Fusionen in der deutschen Bankenbranche voranzutreiben. Er wäre "vorsichtig (...) damit, Zusammenschlüsse politisch zu forcieren. Sie müssen einer betriebswirtschaftlichen Logik folgen", sagte Weidmann dem "Handelsblatt". "Wir haben nicht die Erfahrung gemacht, dass staatliche Einmischung dabei nützlich ist."
 

Newsticker

Bundesbank-Chef: Politik sollte Bankenfusionen nicht forcieren

London (APA/dpa) - Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Murdoch gegen Comcast: Auktion entscheidet Sky-Übernahmeschlacht

Frankfurt (APA/Reuters) - Tarifabschluss in der deutschen Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen im Schnitt 4,6 Prozent mehr Lohn. Die Einigung sieht Entgeltsteigerungen von 3,6 Prozent vor, wie die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll auf 1.200 Euro verdoppelt werden.
 

Newsticker

Deutsche Chemiebranche - Löhne steigen im Schnitt um 4,6 Prozent