Trump hält sich in Mexiko-Abkommen Zoll-Hintertür offen - Insider

Washington/Mexiko-Stadt (APA/Reuters) - Die neue Handelsvereinbarung zwischen den USA und Mexiko enthält laut Insidern eine Hintertür für Auto-Strafzölle. Solche Abgaben von 25 Prozent könnten einer Nebenabsprache zufolge dann erhoben werden, wenn eine Quote für Autoimporte aus Mexiko in den USA übertroffen werde, sagten Personen aus dem Umfeld der Verhandlungen und Vertreter der Branche am Dienstag.

Diese Grenze liegt demnach bei 2,4 Millionen Fahrzeugen pro Jahr - 2017 führten die USA knapp 1,8 Millionen Autos aus Mexiko ein.

Zudem könnten Zölle, die mit der "nationalen Sicherheit" begründet würden, auf Autoteile erhoben werden, wenn eine Importquote von 90 Mrd. Dollar (77 Mrd. Euro) pro Jahr übertroffen sei, hieß es weiter. Mexiko behält demnach das Recht, sich bei der Welthandelsorganisation WTO über die Strafzölle zu beschweren. Eine Sprecherin des US-Handelsbeauftragten lehnte eine Stellungnahme zu der Nebenvereinbarung ab. Das mexikanische Wirtschaftsministerium war zunächst nicht zu erreichen.

Die US-Regierung droht auch Auto-Herstellern aus Europa und anderen Ländern mit Strafzöllen. Sie will in den kommenden Wochen das Ergebnis einer Untersuchung vorlegen, ob die nationale Sicherheit durch die Einfuhr von Autos und Autoteilen bedroht ist. Das Gesetz, das mit dieser Begründung Strafzölle zum Schutz der US-Autobranche erlaubt, stammt aus der Zeit des Kalten Krieges.

Die USA und Mexiko hatten sich am Montag vorläufig auf ein neues Handelsabkommen geeinigt, das das bisherige Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) ablösen soll, an dem auch Kanada beteiligt ist. Nun wollen die USA auch eine Einigung mit Kanada erzielen. US-Präsident Donald Trump hatte NAFTA wiederholt als sehr nachteilig für sein Land bezeichnet.

In der mit Mexiko erzielten Vereinbarung ist festgelegt, dass der vorgeschriebene Anteil nordamerikanischer Komponenten in der Autoindustrie von 62,5 auf 70 Prozent steigt. Zudem sollen 40 bis 45 Prozent der Teile von Arbeitern hergestellt werden, die mindestens 16 Dollar pro Stunde verdienen. Das zielt darauf ab, Verlagerungen in das Niedriglohnland Mexiko zu verhindern. Das Abkommen soll 16 Jahre laufen und jeweils nach sechs Jahren überprüft werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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