Trump bekräftigt Deutschland-Kritik am zweiten Tag des NATO-Gipfels

Brüssel (APA/AFP) - US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an Deutschland am zweiten Tag des NATO-Gipfels bekräftigt. Er kritisierte am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter erneut die niedrigen Verteidigungsausgaben europäischer Staaten. Deutschland warf er vor, Schutz vor Russland zu verlangen und gleichzeitig "Milliarden" für Gaslieferungen an Moskau zu zahlen. Dies sei "nicht akzeptabel".

Trump verlangte erneut, dass alle NATO-Mitglieder die Verpflichtung erfüllen, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben. "Das muss letztlich auf vier Prozent steigen", bekräftigte der US-Präsident eine am ersten Gipfeltag vorgebrachte Forderung. Die USA zahlten dutzende Milliarden, um Europa zu schützen, und machten gleichzeitig Verluste im Handel mit den Europäern.

Am Mittwoch hatte Trump Deutschland bereits massiv attackiert. Der Bündnis-Partner sei wegen der Abhängigkeit bei Gaslieferungen ein "Gefangener Russlands", sagte Trump. Er kritisierte ausdrücklich auch die Pläne für die Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. Auch am Donnerstag bezog er sich auf die "neue Pipeline aus Russland".

Der Gipfel der 29 NATO-Staats- und Regierungschefs endet am Donnerstag. Auf dem Programm stehen noch Treffen zu den Partnerstaaten Ukraine und Georgien und zum Einsatz in Afghanistan.

London (APA/dpa) - Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit.
 

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Murdoch gegen Comcast: Auktion entscheidet Sky-Übernahmeschlacht

Frankfurt (APA/Reuters) - Tarifabschluss in der deutschen Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen im Schnitt 4,6 Prozent mehr Lohn. Die Einigung sieht Entgeltsteigerungen von 3,6 Prozent vor, wie die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll auf 1.200 Euro verdoppelt werden.
 

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Deutsche Chemiebranche - Löhne steigen im Schnitt um 4,6 Prozent

Frankfurt (APA/Reuters) - Bundesbankchef Jens Weidmann hat erneut grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, für die Nachfolge von Mario Draghi auf dem Chefposten der EZB zur Verfügung zu stehen. Auf die Frage des "Handelsblatts", ob er sich den Job zutrauen würde, sagte er: "Ich bin der Auffassung, dass alle europäischen Notenbankchefs den Anspruch haben sollten, Geldpolitik maßgeblich gestalten zu wollen."
 

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Weidmann rechnet erst Mitte 2019 mit Entscheidung zu Draghi-Nachfolge