Trump revidierte Äußerung zu Strafe für Frau bei Abtreibung

Washington - Mit der Forderung nach Strafen für Frauen bei Abtreibungen hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump im US-Wahlkampf für Wirbel gesorgt - um seine Äußerung schon wenig später zurückzunehmen. Die Frau sei im Falle einer Abtreibung "ein Opfer", erklärte der Immobilienmilliardär am Mittwoch. Bestraft werden müsse nicht sie, sondern derjenige, der die Abtreibung vornehme.

Obwohl Schwangerschaftsabbrüche in den USA seit einer Entscheidung des Obersten Gerichts im Jahr 1973 weitgehend legal sind, sind sie weiterhin ein politisch brisantes Thema. Für viele Konservative ist die Opposition gegen Abtreibungen ein Kernelement ihrer politischen Überzeugungen. Trump hat sich erst vor relativ kurzer Zeit als dezidierter Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen positioniert.

In einem Interview des Senders MSNBC sagte der republikanische Präsidentschaftsbewerber nun, dass die Abtreibung verboten werden und es eine Bestrafung für die Frau geben müsse. Befürworter des Rechts auf Abtreibung reagierten prompt mit Empörung. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erklärte im Internetdienst Twitter: "Gerade, als man dachte, es könnte nicht schlimmer werden. Furchtbar und vielsagend."

Wenig später ließ Trump eine Erklärung verbreiten, die seine Äußerungen gerade rücken sollte. Darin plädierte er für ein gerichtliches Verbot von Abtreibungen und für eine Regelung, wonach der Arzt und nicht die Frau für den Schwangerschaftsabbruch zu bestrafen ist. "Die Frau ist in diesem Fall ebenso ein Opfer wie das Leben in ihrem Leib."

Trump, der als Außenseiter antrat, hat inzwischen gute Chancen, Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. In den Vorwahlen der Partei zur Bestimmung des Kandidaten liegt er deutlich in Führung vor seinen beiden Rivalen Ted Cruz und John Kasich.

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