Triumph - Erste Kündigungen in Wiener Neustadt ausgesprochen

Beim Wäschehersteller Triumph am Standort Wiener Neustadt sollen bis Ende Juli 170 Mitarbeiter gehen. Erste Kündigungen seien nun ausgesprochen worden, sagte Angestellten-Betriebsrat Manfred Knebel am Donnerstag. Eine genaue Anzahl sei ihm allerdings nicht bekannt, kommentierte er Medienberichte, die von 120 Betroffenen sprachen.

Man habe die 170 Mitarbeiter diese Woche informiert und mit ihnen persönliche Gespräche geführt, erläuterte Knebel. An der Situation an sich - im Vergleich zu vor einem Monat - habe sich aber nichts verändert, "außer, dass aus formalrechtlichen Gründen die eine oder andere Kündigung ausgesprochen wurde". "Wir sind auf Augenhöhe in wertschätzenden Verhandlungen über den Sozialplan", betonte der Betriebsrat.

Man versuche weiterhin, den einen oder anderen Job zu retten, ergänzte Arbeiter-Betriebsrätin Gabriele Gruber auf APA-Anfrage. "Eine endgültige Zahl der Kündigungen gibt es noch nicht, da wir mitten in Verhandlungen stecken. Der eine oder andere Mitarbeiter verlässt das Unternehmen von sich aus."

Der deutsche Wäschehersteller hatte Ende März bekannt gegeben, in Österreich mit Ende des Jahres 2015 die Produktion im burgenländischen Oberwart mit 210 Beschäftigten zu schließen und am Standort Wiener Neustadt (NÖ) einen Teil des Personals abzubauen.

Im Burgenland hat Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) kurz nach Bekanntwerden der Schließung des Werks in Oberwart angekündigt, 200.000 Euro für eine Arbeitsstiftung zur Verfügung zu stellen. Am Donnerstag verkündete Soziallandesrat Peter Rezar (SPÖ) in einer Aussendung, dass dieses Geld ab sofort zur Verfügung stehe. Seitens des Landes werde davon ausgegangen, dass die Standard-Maßnahmen jedenfalls von Triumph finanziert werden. "Wir wollen und werden das Unternehmen hier nicht aus seiner Verantwortung entlassen", sagte Rezar. Er sehe es "als die Pflicht des Unternehmens an, nun auch ein erstklassiges Angebot für die Stiftungsmaßnahmen zu legen".

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma