Treffen zu Siemens-Jobabbau ohne konkrete Ergebnisse

Berlin/München (APA/dpa) - Ein Treffen zum Stellenabbau in den deutschen Siemens-Werken bei der deutschen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben. Die Zukunft der Standorte sei "zunächst ein innerbetriebliches Thema", sagte Siemens-Personalvorständin Janina Kugel nach dem Gespräch am Montag in Berlin, an dem auch mehrere Wirtschaftsminister aus den Bundesländern teilnahmen.

"Uns ist klar, dass die Maßnahmen schmerzhaft sind", betonte Kugel. Siemens habe bei dem Gespräch die Lage an den einzelnen Standorten erklärt.

Der Elektrokonzern hatte Mitte November angekündigt, weltweit 6.900 Stellen wegen schlechter Auftragslage in der Kraftwerkssparte abbauen zu wollen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Zwei Standorte im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden. In Wien sollen 200 Stellen gestrichen werden.

Auf die Frage, ob sich die Zahl der abzubauenden Stellen noch verringern lasse, antwortete Kugel, das sei ein Planungsstand. Nach den Gesprächen mit den Betriebsräten werde man wissen, "wie viele Mitarbeiter es gesamtheitlich trifft". "

Zypries sprach von einem "sehr guten Gespräch". Es sei ein zweites Treffen für kommendes Frühjahr verabredet worden, einen Termin dafür gebe es noch nicht. Zunächst werde Siemens mit den Betriebsräten Gespräche aufnehmen. "Dem wollten wir nicht vorgreifen." Dann wolle man ausloten, "wie Bund und Länder beim Umbau helfen können", etwa bei der Weiterqualifizierung von Mitarbeitern.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1534 (Montag: 1,1613) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8670 (0,8611) Euro.
 

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