Traumstipendium für Tiroler Meeresforscher: Ein Jahr weltweit tauchen

Traumstipendium für Tiroler Meeresforscher: Ein Jahr weltweit tauchen

Ein fantastisches Stipendium hat der aus Innsbruck stammende Meeresforscher Felix Butschek (24) erhalten. Er wurde aus zahlreichen Bewerbern für das "European Our World Underwater Scholarship 2016" ausgewählt. Damit kann er ein Jahr lang weltweit nach seinen Wünschen an den interessantesten Plätzen tauchen und seine Kompetenzen erweitern. "Dieses Stipendium ist ein Traum", sagt Butschek.

Die "Our World-Underwater Scholarship Society" vergibt seit 1974 diese Stipendien, die jungen Menschen praktische Erfahrungen für eine Karriere in Unterwasser-bezogenen Disziplinen vermitteln sollen. Seit 2001 gibt es neben dem nordamerikanischen ein europäisches Stipendium und seit 2007 auch eines für Australien und den Südpazifik. Finanziert werden die Stipendien von der Schweizer Uhrenfirma Rolex, jenes für Europa ist mit maximal 20.000 Pfund (25.000 Euro) dotiert. Zusätzlich sponsern zahlreiche Partner der Our World-Underwater Scholarship Society Kurse, Praktika und Expeditionen.

Noch arbeitet Butschek an seinen Plänen für sein Tauchjahr, einige Punkte stehen aber ganz oben auf seiner Wunschliste. "Mitte Mai fange ich wahrscheinlich in Südwest-England mit einem Kurs für Tauchen mit Kreislaufgeräten an", sagte der Tiroler. Weiters steht Höhlentauchen in Mexiko, Wracktauchen in den Großen Seen (USA und Kanada) und Tauchgänge in Alaska am Plan. Weitere wahrscheinliche Stationen sind Palau, Australien, Neuseeland, Island, Norwegen und die Antarktis - "die Pläne entwickeln sich noch".

"Sporttaucher schaffen ein solches Programm vielleicht in ihrem ganzen Leben, ich bekomme die einmalige Chance, das in einem Jahr zu tun - das ist ein großes Privileg", freut sich Butschek, der gerade aufregende Tage hinter sich hat: Am 16. April war die Stipendienverleihung in New York, wenige Tage zuvor musste er seine Bachelorarbeit an der University of the Highlands and Islands (UHI) abgeben und diese am 20. April präsentieren.

Job: Schiffswracks aus dem Weltktieg betauchen

Butschek, geboren am 22. März 1992 in Innsbruck, studiert seit 2012 Meereswissenschaften an der Scottish Association for Marine Science (SMAS), einer Forschungseinrichtung der UHI in Oban (Schottland). Den Tiroler zog es schon früh in die weite Welt: Im Alter von 16 Jahren bewarb er sich über das United World Colleges Network (UWC) Austria dafür, seine letzten zwei Schuljahre an einer internationalen UWC-Schule zu absolvieren. Er bekam ein Stipendium für das Lester B.Pearson College of the Pacific auf Vancouver Island (Kanada).

Dort besuchte er nicht nur seinen ersten Kurs für Meereswissenschaften, sondern begann auch zu tauchen. Die Unterwasserwelt hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. In Oban gründete er einen universitären Ableger des British Sub Aqua Club, half bei der Entdeckung und Identifikation mehrerer Schiffwracks aus dem Zweiten Weltkrieg in der Region und widmete sich auch im Rahmen eines einjährigen Erasmus-Aufenthalts auf Spitzbergen (Norwegen) der marinen Geologie und Biologie.

Butschek, der übrigens nicht mit dem gleichnamigen österreichischen Wirtschaftshistoriker verwandt ist, hat schon Ideen, was er nach dem Stipendium machen könnte, "zum Beispiel als Forschungstaucher arbeiten". Er will sich aber alle Möglichkeiten offen halten, "die Erfahrungen, die ich dieses Jahr sammeln werde, könnten all das umkrempeln".

Auf der Website des Europa-Stipendiums und der Facebook-Seite https://www.facebook.com/eurolexscholar/ wird Felix Butschek über sein Tauchjahr laufend berichten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne