Toyota übernimmt Kleinwagen-Hersteller Daihatsu komplett

Toyota will den Kleinwagenhersteller Daihatsu komplett übernehmen und damit sein Geschäft in Schwellenländern ausbauen. Die beiden japanischen Unternehmen erklärten am Freitag, Toyota stocke seinen Anteil von 51 auf 100 Prozent auf. Insgesamt gibt der VW-Rivale dafür umgerechnet knapp 3 Mrd. Euro in Form eigener Aktien aus.

Daihatsu verkauft jährlich ungefähr eine Million überwiegend kleine Autos in der Klasse etwa des Ford Ka oder des Renault Twingo.
Durch die Aufstockung bekommt Toyota den vollen Durchgriff auf Daihatsu. Vergangenes Jahr war deren Absatz um 13,3 Prozent und damit so stark wie bei keiner anderen Toyota-Beteiligung abgesackt. Die Verkäufe im Toyota-Gesamtkonzern waren in der Folge um 0,8 Prozent auf 10,15 Millionen Fahrzeuge gesunken.
Daihatsu ist vor allem in Schwellenländern wie Indien oder Malaysia aktiv. In Japan läuft das Geschäft dagegen schlechter, weil junge Menschen wenig Interesse daran haben, sich ein eigenes Auto zu kaufen.
Toyota hatte bereits am Mittwoch einen Zusammenschluss in Aussicht gestellt, Daihatsu-Aktien schnellten darauf in die Höhe. Daihatsu-Aktionäre bekommen je Anteilsschein 0,26 Toyota-Papiere. Daihatsu-Aktien sollen im Juli dann von der Börse genommen werden.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne