Toyota investiert eine Milliarde Dollar in Uber-Konkurrenten Grab

Toyota (APA/Reuters) - Toyota investiert eine Milliarde Dollar (848,3 Mio. Euro) in den südostasiatischen Uber-Konkurrenten Grab. Mit Hilfe der Geldspritze werde das Angebot auf Essenslieferungen und Bezahldienste ausgeweitet, teilte Grab am Mittwoch mit. Es ist die höchste Summe, die jemals von einem Autokonzern in einen Mitfahrdienst gesteckt wurde.

Grab hat erst im März das Südostasien-Geschäft von Uber übernommen. Der Zukauf machte die Finanzierungsrunde für das sechs Jahre alte Unternehmen nötig. An Grab sind unter anderem auch der Technologieinvestor Softbank wie auch der Wettbewerber Didi beteiligt. Auch Toyota hatte in der Vergangenheit bereits investiert. Insidern zufolge wird Grab nun mit zehn Mrd. Dollar bewertet. Zum Vergleich: Uber kommt inzwischen auf 62 Mrd. Dollar.

Grab zufolge wird ein Toyota-Vertreter künftig im Verwaltungsrat sitzen und ein Manager eine verantwortliche operative Funktion übernehmen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Mitfahrdiensten oder Start-ups für autonomes Fahren und traditionellen Autobauern ist inzwischen gang und gäbe. Erst kürzlich beteiligte sich Softbank mit mehr als zwei Mrd. Dollar an der auf das autonome Fahren spezialisierten GM-Sparte Cruise.

Uber wie auch Grab vermitteln in erster Linie Fahrgäste an Privattaxis - ein Geschäftsmodell, das in vielen Ländern umstritten ist. Die Grab-App läuft weltweit auf mehr als 100 Millionen mobilen Geräten und täglich werden über sie mehr als sechs Millionen Fahrten gebucht. Grab konkurriert vor allem mit dem indonesischen Anbieter Go-Jek, der in den nächsten Monaten nach Vietnam, Thailand, Singapur und in die Philippinen expandieren will.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne