Tourismuskonzern Orascom wieder auf dem Gewinnpfad

Altdorf/Kairo - Der schweizerisch-ägyptische Bau- und Tourismuskonzern Orascom sieht sich wieder auf dem Gewinnpfad. Nach einem Verlust von 75,8 Mio. Franken in der Vorjahresperiode weist die Gruppe in den ersten neun Monaten 2014 wieder einen Nettogewinn von 36,4 Mio. Franken (30,3 Mio. Euro) aus. Der immer noch negative Cashflow soll dank Schuldenreduktion und -restrukturierung verbessert werden.

Die Umsätze wurden in den ersten neun Monaten um 12,1 Prozent auf 184,6 Mio. Franken gesteigert, wie Orascom am Dienstag mitteilte. Stärkere Umsätze im Segment Immobilien und Bau sowie erhöhte Hotelauslastungsraten im dritten Quartal hätten eine schwächere Performance des Hotelsegments im ersten Halbjahr kompensiert.

Im September habe Orascom Hotels and Development, die ägyptische Tochtergesellschaft, erfolgreich einen Immobilienvertrag mit einem Drittinvestor zur Entwicklung eines Baugrundstücks in El Gouna abgeschlossen, wie es weiter heißt. Der Vertragsabschluss habe einen positiven Umsatzeffekt von 11,5 Mio. Franken gehabt.

Allgemeine Sparmaßnahmen sowie die Auslagerung des tiefpreisigen Housing- und Baugeschäfts in Ägypten im Juni 2014 hätten wesentlich zum gruppenweiten Kostensparprogramm im dritten Quartal beigetragen.

Durch eine Reduktion der Belegschaft um rund 2.500 festangestellte Mitarbeitende und Leiharbeiter seien die laufenden Kosten um weitere rund 2,2 Mio. Franken im Quartal reduziert worden. Damit habe Orascom Development per Ende September 2014 eine gegenüber 2012 um 30 Mio. Franken gesenkte Fixkostenbasis erreicht.

Orascom Development prüfe derzeit einen Verkauf von 10 bis 15 Prozent ihrer ägyptischen Tochtergesellschaft Orascom Hotels and Development (OHD) , um den Handeln in Aktien an der ägyptischen Börse zu reaktivieren. Sofern der Verkauf zustande komme, sollen die Erlöse in OHD reinvestiert werde, um die laufenden Geschäfte zu unterstützen und den Schuldenabbau weiter voranzutreiben, schreibt Orascom.

Die Nettoverschuldung belief sich gemäß der Mitteilung in der Berichtsperiode auf 447,3 Mio. Franken und ist damit um weitere 12,1 Prozent angestiegen. Neben der Verbesserung der operativen Leistung stünden auch weiterhin die Schuldenreduktion und -restrukturierung im Vordergrund, um die aktuelle Cashflow-Situation zu verbessern, heißt es im Ausblick. Der operative Cashflow nach Zinsen und Steuern belief sich auf minus 21,8 Mio. Franken gegenüber minus 55,5 Mio. Franken in der Vorjahresperiode.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne