Tourismus - Schneemangel dämpfte Weihnachtsgeschäft

In den heimischen Wintersportorten haben die Buchungen über Weihnachten heuer zu wünschen übrig gelassen. "Das ist das zweite Jahr in Folge, wo wir im Dezember nicht den Schnee hatten, wie wir uns das gewünscht hätten", sagte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher, vor Journalisten in Wien.

Für die gesamte Wintersaison 2015/16 sei sie aber für die Branche "zuversichtlich, die Nächtigungszahlen des Vorjahres halten zu können". Wenn es sehr gut laufe, sei bei der Gesamtzahl der Übernachtungen in den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen eine Steigerung von 1 bis 2 Prozent drin. Sämtliche Ski-Openings hätten stattfinden können und auch die Vorweihnachtszeit mit den Adventmärkten sei gut angenommen worden. Positiv auf die Winterbuchungen wirkt sich den Angaben zufolge voraussichtlich auch der frühe Ostertermin Ende März aus.

"Weihnachten ist nicht so gut gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", berichtete Nocker-Schwarzenbacher. Es fehlte der Schnee. "Die Gäste kommen zwar wegen des Skifahrens, genießen aber auch die Wellnessbereiche in den Hotels und das Angebot, das wir rund ums Skifahren geschaffen haben", so die Branchensprecherin.

Trotz des Schneemangels plante kurz vor Weihnachten ein gutes Drittel (34 Prozent) der Österreicher, einen Winterurlaub zu machen, wie aus einer Umfrage auf Basis von 500 Telefoninterviews des market-Instituts hervorgeht. Der Anteil der Urlaubswilligen war damit in etwa gleich groß wie in den beiden vergangenen Jahren.

Für 88 Prozent (Vorjahr: 90 Prozent, 2013: 86 Prozent) sei das Image Österreichs als Wintersportland - neben der schönen Landschaft - nach wie vor eine besondere Stärke im touristischen Angebot. 58 Prozent halten Österreich im Winter für "ein sehr attraktives Ziel" - nach 59 Prozent im Vorjahr und 65 Prozent 2013. Ein weiteres Drittel erachtet das Land als "eher attraktiv" (Vorjahr 38 Prozent, 2013: 29 Prozent).

"Zu Silvester haben die Buchungen bis 6. Jänner wieder angezogen, jetzt erfahren wir wieder eine kleine Delle - die nächsten zehn Tage werden etwas ruhiger", räumte die Tourismus-Obfrau ein. Der Jänner sei heuer "einen Tick schlechter gebucht" als im Vorjahr.

Gewisse Regionen wie etwa die Wintersportdestination Ischgl spüren vor allem auch in diesem Zeitraum den drastischen Rückgang der Urlauber aus Russland, deren Neujahrsfeiertage sich nach dem julianischen Kalender der orthodoxen Kirche bis zum Alt-Neujahr am 14. Jänner ziehen. Die Beherbergungsbetriebe versuchten zwar, die Betten mit Gästen aus anderen Ländern zu füllen, was auch "fast gelungen" sei. "Der russische Gast hat aber eine ganz andere Wertschöpfung", so Nocker-Schwarzenbacher. Die Russen geben wesentlich mehr aus als der Durchschnittsurlauber.

Ab dem 20. Jänner und im Februar, in den die Semesterferien fallen, sieht es der Branchensprecherin zufolge buchungsmäßig wieder "sehr gut" aus. Das laufende Winterhalbjahr (November 2015 bis April 2016) stützen dürfte heuer jedenfalls auch der boomende Städtetourismus.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren