Total muss in Frankreich wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht

La Defense/Teheran - Wegen Korruptionsvorwürfen bei Geschäften mit dem Iran muss sich der Energiekonzern Total in Frankreich vor Gericht verantworten. Gegen den französischen Erdöl- und Gasriesen wurde Anklage wegen "Bestechung ausländischer Staatsbediensteter" erhoben, wie am Dienstag aus Justizkreisen in Paris verlautete.

In der Affäre geht es um Lizenzen zur Erdöl- und Gasförderung im Iran, die an Total vergeben wurden. Konzernvertreter sollen zwischen 1996 und 2003 iranische Verantwortliche bestochen haben, damit die Verträge zustande kommen.

Die französische Justiz interessiert sich unter anderem für eine Zahlung in Höhe von 38 Mio. Dollar (30,6 Mio. Euro) aus der Zeit. Wegen der Korruptionsvorwürfe hatte auch die US-Justiz gegen Total ermittelt. Die Ermittlungen wurden aber eingestellt, nachdem der Konzern sich zur Zahlung von 398 Mio. Dollar bereit erklärte.

In der Affäre war Mitte Oktober in Frankreich auch Anklage gegen den damaligen Total-Chef Christophe de Margerie erhoben worden. De Margerie kam wenige Tage später ums Leben, als sein Privatflugzeug beim Start am Flughafen Moskau-Wnukowo mit einem Schneepflug kollidierte.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

Newsticker

EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

Newsticker

Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"