Toshiba verkauft Chip-Sparte um 18 Mrd. Dollar an US-Finanzinvestor

Tokio/Minato (APA/Reuters) - Das monatelange Rennen um die Chipsparte des japanischen Elektronikkonzerns Toshiba ist entschieden: Um rund 18 Mrd. Dollar (15 Mrd. Euro) erwirbt der US-Finanzinvestor Bain Capital den weltweit zweitgrößten Produzenten von Speicherchips. Als Partner agieren nach offiziellen Angaben vom Mittwoch der südkoreanische Konkurrent SK Hynix sowie die langjährigen Toshiba-Kunden Apple und Dell.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, dass der US-Konzern Western Digital das Bieterrennen für sich entscheidet, an dem auch die Foxconn-Mutter Hon Hai beteiligt war. Der Verkaufsprozess war durch wechselnde Allianzen, nachgebesserte Offerten und die Einbindung von Gerichten spannend geworden. Zunächst war unklar, ob Western Digital gerichtliche Schritte gegen den Verkauf vornehmen will. Mit den US-Amerikanern betreiben die Japaner bereits ihre wichtigste Chipfabrik.

Toshiba benötigt das Geld aus dem Geschäft umgehend, um sich nach der Insolvenz der US-Kraftwerkstochter Westinghouse neu aufzustellen. Das 140 Jahre alte Unternehmen stellt neben Halbleitern unter anderem Fernseher, Industrie-Kameras, Drucker und Energietechnik her. Die Kreditgeber hatten den japanischen Traditionskonzern dazu gedrängt, noch in diesem Monat den Chip-Verkauf über die Bühne zu bringen. Sie argumentierten, dass nur in dem Fall noch genügend Zeit ist, damit die Wettbewerbsbehörden die Transaktion ausreichend prüfen und noch vor Beendigung des laufenden Geschäftsjahres grünes Licht erteilen können. Sollte dies nicht gelingen, dürfte Toshiba große Finanzprobleme bekommen und müsste sich wohl von der Börse zurückziehen.

Auf der anderen Seite stehen auch bei Toshibas Chipsparte dringende Investitionen an. Ansonsten droht die Nummer zwei in der Welt den Anschluss zu verlieren, da viele Rivalen gerade aus dem Vollen schöpfen und Geld ins Chipgeschäft stecken.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro