Toshiba schreibt 2,1 Milliarden Euro auf Atomgeschäft

Minato Toshiba zieht Konsequenzen aus der Schwäche des US-Atomgeschäfts. Der japanische Technologiekonzern schreibt 2,1 Mrd. Euro (262,40 Mrd. Yen) und damit den Großteil seiner Anteile am US-Atomkonzern Westinghouse ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zuletzt wurde die Sparte mit 2,8 Mrd. Euro bewertet.

Investoren drängen Toshiba seit längerem dazu, den Wertverfall der 2006 erworbenen Beteiligung infolge des Fukushima-Unglücks von 2011 zu verbuchen. Der bisherige Widerstand löste Misstrauen unter Anlegern aus und galt mit als Grund dafür, dass sich der Aktienkurs nach dem milliardenschweren Bilanzskandal im vergangenen Jahr kaum erholte. Die Kehrtwende begründeten die Japaner nun damit, dass die Finanzierung von Atomgeschäften durch den Skandal schwieriger geworden sei.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr schätzt Toshiba nun seinen Nettoverlust auf 3,8 Mrd. Euro. Bisher hatte sich das Unternehmen auf ein Minus von 5,7 Mrd. Euro gefasst gemacht. Der Optimismus gründet sich auf den Verkauf einer Medizintechniksparte an Canon. Zudem zog Toshiba-Chef Masashi Muromachi einen Schlussstrich unter Pläne, die schwächelnde PC-Sparte mit demselben Geschäft des Rivalen Fujitsu zu fusionieren. Auch in der Führungsetage macht Toshiba reinen Tisch: Insidern zufolge soll Muromachi, der im Juli nach dem Rücktritt des skandalerschütterten Managements ans Ruder gekommen war, im Juni durch Vizepräsident Satoshi Tsunakawa ersetzt werden.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

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Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite