Toshiba baut weitere Jobs ab und erwägt Wertminderungen

Dem von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterten japanischen Elektronikkonzern Toshiba droht neues Ungemach. Derzeit werde die Nuklearsparte genauer unter die Lupe genommen, was Abschreibungen nach sich ziehen könnte, teilte Toshiba am Freitag mit. Auch der Stellenabbau soll stärker ausfallen als bislang geplant: weitere 3000 Jobs sollten wegfallen. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl auf rund 14.000 der zuvor noch 200.000 Arbeitsplätze.

Die Zeitung "Asahi" hatte zuvor berichtet, der Konzern denke über eine Wertminderung von 1,6 Milliarden Euro (200 Milliarden Yen) für seine US-Nuklearsparte Westinghouse nach. Bislang hatten die Japaner gesagt, solch eine Abschreibung sei nicht notwendig, weil die Sparte weitgehend profitabel sei. In den USA gehen nun aber einem Medienbericht zufolge Justizministerium und Börsenaufsicht Unregelmäßigkeiten bei Westinghouse nach, das dort seinen Sitz hat. Ein Sprecher bestätigte Anfragen von US-Behörden bezüglich Bilanzthemen. Westinghouse bestritt, dass das Rechnungswesen des Unternehmens Gegenstand von Ermittlungen sei.
Toshiba hatte über Jahre hinweg seine Gewinne zu hoch ausgewiesen. Der Skandal hat dem Konzern rote Zahlen eingebrockt und zum Rücktritt des Top-Managements geführt. Nun treibt der Konzern mit Verkäufen seinen Umbau voran. Das Medizintechnik-Geschäft soll für 5,3 Milliarden Euro an den heimischen Rivalen Canon gehen. Auch die Hausgeräte-Sparte wird abgegeben.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch