Top-Notenbanker: Japan entkommt allmählich der Deflation

Tokio (APA/Reuters) - Japans Wirtschaft macht aus Sicht eines führenden Notenbank-Mitglieds Fortschritte auf dem Weg aus der jahrelangen Schwächephase. "Wir sehen einige positive Bewegungen in Richtung eines Endes der Deflation", sagte der Chef des Ablegers der Bank von Japan (BoJ) in Nagoya, Shinichi Uchida, am Montag. Die Firmen profitierten von einem starken Wachstum in Übersee und in der Heimat.

Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen - in der Fachwelt "Deflation" genannt - hatte die Wirtschaft des Landes lange Zeit gelähmt. Inzwischen zieht die Konjunktur aber seit mehreren Quartalen an.

Unternehmen in der Zentralregion Japans seien mit Kapazitätsengpässen und Arbeitskräftemangel konfrontiert, sagte Uchida. Sie seien gewillt, neue Werke außerhalb der Region zu errichten. Die Stadt Nagoya und die angrenzende Region ist ein wichtiges Zentrum der japanischen Wirtschaft. Östlich von Nagoya sitzt der japanische Autogigant Toyota.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder