Top-EZB-Notenbanker für Änderung der geldpolitischen Botschaft

Tallinn (APA/Reuters) - Estlands Notenbankchef Ardo Hansson spricht sich aufgrund des starken Wachstums im Euroraum für Änderungen in der Kommunikation der EZB aus. In den nächsten Monaten solle die Europäische Zentralbank (EZB) prüfen, ob sie in ihrer Botschaft nicht die Aufmerksamkeit mehr auf die vielseitigen Elemente der Geldpolitik einschließlich der Zinsen lenken sollte, sagte das EZB-Ratsmitglied am Dienstag.

"Die Tatsache, dass das Wachstum so kräftig ist, gibt uns eine Menge Zuversicht, dass sich mit der Zeit Preisdruck aufbaut", sagte Hansson vor Journalisten.

Bisher hält die EZB in ihrem geldpolitischen Ausblick immer noch an einer starken Verknüpfung ihrer billionenschweren Anleihenkäufe mit der Inflationsentwicklung fest. Wie EZB-Direktor Benoit Coeure kürzlich sagte, könnte die Notenbank dies abschwächen, wenn sie zuversichtlich genug sei, dass die monatlichen Käufe weniger nötig werden, um das Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent zu erreichen.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"