Toni's Freilandeier: 16 Monate bedingt und Geldstrafe rechtskräftig

Das Oberlandesgericht Graz hat den obersteirischen Eier-Unternehmer Toni Hubmann rechtskräftig zu 16 Monaten bedingte Haft und 82.800 Euro Geldstrafe verurteilt. Die zweite Instanz hatte sechs der 22 Monate bedingte Haft aus Leoben in eine Geldstrafe umgewandelt, "weil er das mehr spürt als eine bedingte Freiheitsstrafe", hieß es am Freitag auf APA-Anfrage seitens der Oberstaatsanwaltschaft.

Hubmann wurde wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt, weil er bei den Haltbarkeitsdaten seiner Eier getrickst haben soll. Drei weitere teils ehemalige Mitarbeiter fassten auch bedingte Haftstrafen aus. Nach dem Urteil Anfang Juli kündigte der Unternehmer aus Knittelfeld sowie die Staatsanwaltschaft Berufung an. Beim Oberlandesgericht wurde daher bereits vergangene Woche in zweiter Instanz verhandelt. Die Richter in Graz wandelten seine Strafe zum Teil um, weil er der "einzige finanzielle Nutznießer" des Betrugs war und als "führenden Kopf" dahinter erkannt wurde. Nun kann Hubmann keine Rechtsmittel mehr einlegen.

Da seit 1. Jänner das neue Strafgesetzesbuch gilt, in dem Delikte zum Teil stark umbewertet wurden, ist das Urteil gegen Hubmann noch nicht in Stein gemeißelt: Die Oberstaatsanwaltschaft prüft momentan alle Fälle besonders genau und achtet auf die richtige Rechtsfolge und Strafe. Die KPÖ Steiermark, die den Fall vor Jahren ins Rollen gebracht hatte, freute sich, "dass die Täuschung der Konsumenten nicht unbemerkt geblieben ist und schließlich zu einem rechtskräftigen Urteil geführt hat", so Abgeordneter Werner Murgg am Freitag in einer Aussendung.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen