Tiwag Vorstandsvorsitzender rechnet fix mit Strompreiserhöhung

Innsbruck (APA) - Der Vorstandsvorsitzende des Tiroler Energieversorgers Tiwag, Erich Entstrasser, rechnet mit einer Erhöhung der Strompreise. "Irgendwann werden sie nach oben gehen müssen", sagte Entstrasser am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Grund dafür sei unter anderem die Trennung der Strompreiszone Österreich-Deutschland im Oktober. Einen Anstieg um sieben Prozent sah er als "obere Grenze".

Derzeit könne man die Entwicklungen aber noch nicht absehen, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Die Tiwag werde die Situation in den kommenden Monaten prüfen und evaluieren. Inwieweit die Tiwag die höheren Preise auch an die Kunden weitergeben werde, konnte Entstrasser noch nicht abschätzen und verwies auf die Evaluierungen der nächsten Monate. Heuer werden die Preise für die Tiwag-Kunden jedenfalls nicht mehr steigen, versicherte der Vorstandsvorsitzende.

Die Überprüfung der Kosten des im Oberen Gericht bei Prutz entstehenden Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) sei noch im Laufen. Im Oktober soll die neue Kostenschätzung den Gremien vorgelegt werden, meinte Entstrasser. Danach soll auch die Öffentlichkeit darüber informiert werden. Die Investitionssumme war schon einmal von 461 Mio. auf rund 530 Mio. Euro nach oben revidiert worden.

Eine Studie der Industriellenvereinigung Tirol zeige indes die volks- und regionalwirtschaftlichen Effekte des heimischen Energieversorgers auf, informierte der Tiroler IV-Präsident Christoph Swarovski. So sorgte die Tiwag laut der Studie im Geschäftsjahr 2017 für eine direkte Bruttowertschöpfung in Tirol von 340,5 Mio. Euro. In den vergangenen zehn Jahren habe die Tiwag-Gruppe über 1,64 Mrd. Euro in Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Anlagen investiert. "Knapp 80 Prozent davon fließen in die heimische Wirtschaft", merkte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) an, der die Tiwag bei dem Pressegespräch als ein "unternehmerisches Flaggschiff des Standortes Tirol" bezeichnete. Mit über 1.400 Beschäftigten zähle die Tiwag-Gruppe zudem zu den wichtigsten Arbeitgebern im Land.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte