Tiroler Unternehmen Wedl will in Kaffeekapselmarkt einsteigen

Innsbruck - Das Tiroler Unternehmen Wedl Handels-GmbH plant 2015 in den Kaffeekapselmarkt einzusteigen. Im März dieses Jahres soll das neue Produkt auf den Markt kommen, erklärte Konzerngeschäftsführer Leopold Wedl am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck anlässlich des 111-jährigen Jubiläums des Unternehmens.

"Unsere Kapseln werden viel besser und billiger sein als die unserer Konkurrenz", sagte Wedl. Die Kaffeekapseln sollen in zahlreichen Maschinen funktionieren, auch in denen eines "namhaften Mitbewerbers", meinte der Konzernchef. Rund 30 Cent werde eine Kapsel kosten, von denen zunächst 40 Mio. pro Jahr produziert werden sollen. Mit dem neuen Produkt soll der Kaffeeumsatz des Konzerns verdoppelt werden, blickte Wedl in die Zukunft.

In Österreich werden die Kapseln vorläufig nur über das Handelshaus Wedl vertrieben. "Es kann aber sein, dass das Produkt zukünftig auch in den Regalen des einen oder anderen Supermarktes stehen wird", erwähnte Wedl. Diesbezüglich hätte ein großer Konzern bereits Interesse angemeldet, fügte er hinzu. Auch in den Filialen der zum Wedl-Konzern gehörenden Testa Rossa-Kaffeehäuser sollen die Kapseln zukünftig verkauft werden.

An zwei Rösterei-Standorten, in Mils in Tirol und in Belluno (Italien), produziert Wedl nach eigenen Angaben jährlich rund 7.000 Tonnen Kaffee und exportiert diesen in über 60 Länder weltweit. 1999 gründete Wedl die Franchisekette der "Testa Rossa caffèbar", zu der heute Betriebe in Europa, Asien und Afrika zählen.

Der Familienkonzern mit seinem Hauptsitz in Mils in Tirol beschäftigt insgesamt rund 1.450 Mitarbeiten. Die Wedl-Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Gesamtnettoumsatz in der Höhe von 534,4 Mio. Euro. Die Umsatzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 sind laut Wedl noch nicht komplett vorhanden, man werde aber den Nettoumsatz von 2013 "leicht übersteigen", fügte er hinzu.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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