Tiroler Handel erwartet sich Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft 2017

Innsbruck (APA) - Der Tiroler Handel erwartet im heurigen Jahr ein Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft. Darauf deute etwa die gute Wirtschaftslage und der konjunkturelle Aufschwung im Einzelhandel hin, meinte Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria bei einem Pressegespräch am Montag in Innsbruck. Rund 380 Euro wird der durchschnittliche Schenker in diesem Jahr in Tirol im Weihnachtsgeschäft liegen lassen.

"2017 wird es etwa 560.000 Geschenkkäufer und rund 3 Mio. Packerln geben", nannte der Wirtschaftsforscher Zahlen. Für die prognostizierte Steigerung der Ausgaben im Tiroler Weihnachtsgeschäft von durchschnittlich 370 Euro im Jahr 2016 auf 380 Euro im Jahr 2017 pro Person zog Gittenberger außerdem die Konsumausgaben heran, die österreichweit 2017 nominell um 3,5 Prozent gestiegen seien. Außerdem sinke die Sparquote und liege bei 7,6 Prozent, gebe es ein Beschäftigungswachstum von 2,0 Prozent und die Arbeitslosenquote sinke. Die Stimmung unter den Einzelhändlern beschrieb er darüber hinaus als "optimistisch", da 20 Prozent laut einer Unternehmerbefragung glaubten, dass der Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2017 über dem Vorjahresniveau liegen werde.

Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes strich er anschließend heraus: "Der Einzelhandel erzielt im Weihnachtsgeschäft 2,2 Prozent des gesamten Jahresumsatzes", führt er aus. In einzelnen Bereichen, etwa bei Sportwaren, liege der Prozentanteil bei rund 14 Prozent. Spitzenreiter in Tirol ist laut den von Gittenberger präsentierten Zahlen Bekleidung mit 38 Prozent, gefolgt von Gutscheinen mit 37 Prozent.

Der Einzelhandel müsse sich aber auch Herausforderungen stellen, meinte zuvor Barbara Thaler, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol. Unter anderem nannte sie den "technischen Fortschritt" und die Digitalisierung als wichtige Felder. "Man muss sich mit diesem Thema beschäftigen", betonte sie. Der Umsatz im Internet "ist einfach da", konstatierte sie. Als Problem beschrieb sie in diesem Kontext aber, dass fast die Hälfte der Online-Umsätze ins Ausland fließen würden. Dass sich der Tiroler Einzelhandel intensiv mit dem Thema technischer Fortschritt auseinandersetzt, präsentierte abschließend Katrin Brugger, die Sprecherin des in Tirol besonders umsatzstarken Bereiches des Sportartikelhandels. Unter anderem stellte sie einen 3D-Scanner für Füße und Socken vor, deren Wärme-Funktion sich mittels App steuern lässt.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort