Tirol-Wahl: Gewerkschafter stärken Blanik den Rücken

Innsbruck (APA) - Nach dem Aus im Tiroler Koalitionspoker sehen sich die roten Gewerkschafter dazu veranlasst, SPÖ-Parteichefin Elisabeth Blanik öffentlich den Rücken zu stärken. "Wir stehen voll hinter der Entscheidung der Parteivorsitzenden", erklärte FSG-Chef Christian Hauser in einer Aussendung. Tirol brauche eine starke Opposition, die SPÖ werde diese künftig mit tatkräftiger FSG-Unterstützung anführen.

"Wir wollen gestalten und nicht nur ein bisschen Regierung spielen", betonte Hauser. Ins selbe Horn stieß Tirols ÖGB-Chef und künftiger Landtagsabgeordneter Philip Wohlgemuth: "Wir lassen uns nicht verbiegen oder Themen aufzwingen, hinter denen wir nicht stehen". Dies sei man den Wählern schuldig. "Wir mussten die Notbremse ziehen und stehen für eine offene und ehrliche Politik. Die neue SPÖ ist eine Partei mit Rückgrat", so Wohlgemuth.

Und die beiden Gewerkschaftsspitzen warnten schon mal mögliche parteiinterne Kritiker: "Jegliche Querschüsse" würden "nur dem individuellen Wohl" und nicht jenem der Wähler und der Partei dienen. "Elisabeth Blanik ist die Parteivorsitzende, sie gibt die Linie vor und daran wird nicht gerüttelt. Schließlich hat sie für Einheit in der Partei gesorgt und alle Interessengruppen mit ins Boot geholt", so Hauser und Wohlgemuth unisono. Vize-Parteichef Georg Dornauer, der bei einem Verzicht Blaniks als möglicher Landeshauptmannstellvertreter gehandelt wurde, war für die APA übrigens vorerst nicht erreichbar.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker