Tidal von Jay-Z profitiert von Premium-Kunden

Los Angeles - Der oft belächelte Musikdienst Tidal von Rap-Star Jay-Z hat in seinem ersten Jahr die Marke von drei Millionen zahlenden Abo-Kunden geknackt. Dabei entschieden sich überraschend viele Nutzer - 45 Prozent - für die teurere Variante, die Musik in höherer Qualität liefern soll. Sie kostet mit einem Preis von 19,99 Dollar (17,86 Euro) im Monat doppelt so viel wie reguläre Angebote der Konkurrenz.

Tidal nannte die Zahlen dem Branchenmagazin "Billboard".

Jay-Z hatte im vergangenen Jahr die skandinavische Betreiberfirma Aspiro hinter den Musikdiensten Tidal und WiMP gekauft und auf dieser Basis einen eigenen Service gestartet. Die Vision sei, dass Tidal den Musikern selbst gehöre und sie dort exklusiv ihre neuen Werke veröffentlichen könnten, hieß es bei der öffentlichen Vorstellung des neuen Dienstes vor einem Jahr.

Die Veranstaltung wurde als elitär kritisiert, weil Jay-Z lauter etablierte Musikstars wie Madonna, Kanye West oder Rihanna auf die Bühne brachte. Auch später wurde Tidal oft als exotischer Außenseiter im Streaming-Geschäft belächelt.

Allerdings scheint die Idee mit der Exklusivität erste Früchte zu tragen: So sei das neue Album von Kanye West, "The Life of Pablo", das es bisher nur bei Tidal zu hören gibt, in den ersten zehn Tagen 250 Millionen Mal gestreamt worden, teilte der Dienst mit. Das Album führt allerdings auch mit großem Vorsprung die Top-Ten der illegalen Downloads an, die auf der Tauschbörse "The Piratebay" gelistet sind.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los