ThyssenKrupp will angeblich Nachschlag bei Stahlfusion mit Tata

Essen/Mumbai (Bombay) (APA/dpa) - Bei den Verhandlungen für eine Stahlfusion mit Tata verlangt der deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp laut einem Medienbericht in letzter Minute einen Nachschlag. Im Raum stehe ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwoch) unter Berufung auf Finanzkreise.

Hintergrund sei die unterschiedliche Entwicklung der Unternehmen, die dazu geführt habe, dass der Wert der ThyssenKrupp-Stahlsparte entgegen der ursprünglichen Vereinbarung deutlich gestiegen sei. Die Zahlen sollen am Mittwoch dem Aufsichtsrat des Konzerns vorgelegt werden, hieß es. Zuvor hatten mehrere Investoren und der Betriebsrat eine Neubewertung gefordert. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Trotz der komplizierten Verhandlungen werde das Management am Zeitplan nicht rütteln, sodass eine Einigung noch im Juni angestrebt werde, berichtete das Handelsblatt weiter. Zuletzt entwickelte sich die Stahlsparte von ThyssenKrupp besser, während jene von Tata schwächelte. Durch das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne mit je 50 Prozent beteiligt sein sollen, will ThyssenKrupp seine Abhängigkeit von der schwankungsanfälligen Stahlsparte reduzieren, um anschließend den Konzern neu ausrichten zu können.

Im Zuge der Stahlfusion sei ein neues Sparprogramm geplant, das vor allem die knapp 4.000 Mitarbeiter der Dachgesellschaft treffen werde, berichtete die Zeitung. Ohne die Stahlsparte könne die Holding "entschlackt" werden, hieß es. Der Umfang der möglichen Einschnitte stehe aber noch nicht fest.

Bei dem geplanten Umbau stehe auch die Trennung vom wenig profitablen Handelsgeschäft von Thyssen im Raum. Kernstück der Strategie bleibe jedoch weiter die Bildung eines Technologiekonzerns mit den Sparten Autokomponenten, Fabriken und Aufzüge. Neben höheren Investitionen seien auch Zukäufe denkbar, berichtete die Zeitung. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte angekündigt, die neue Strategie nach der Unterzeichnung der Verträge für die Stahlfusion vorlegen zu wollen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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