ThyssenKrupp-AR-Chef: "Zerschlagung des Konzerns kein Thema"

Essen (APA/dpa) - ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner hat sich gegen eine Aufspaltung des Industriekonzerns ausgesprochen. "Eine Zerschlagung des Konzerns ist überhaupt kein Thema", sagte Lehner dem "Handelsblatt" (Dienstag). Damit stärkt er im Machtkampf mit dem Großinvestor Cevian Konzernchef Heinrich Hiesinger den Rücken.

Deutliche Kritik übte Lehner an Cevian: "Wenn sich ein Aktionär in der Art und Weise öffentlich positioniert, dann schadet das dem Unternehmen."

Cevian kommt der Umbau des Essener Industriekonzerns nicht schnell genug voran. Zuletzt hatte der Investor öffentlich die Zerschlagung des Konzerns gefordert. "Die Strategie hat nicht das geliefert, was man versprochen hat", hatte Cevian-Gründer Lars Förberg erklärt. An diesem Dienstag treffen sich laut dem Blatt Lehner und Hiesinger mit Cevian-Gründer Förberg.

Um ThyssenKrupp zukunftssicher zu machen, soll unter anderem der Stahlbereich mit Tata Steel Europe verschmolzen werden, wogegen die Gewerkschaften protestieren. Die Arbeitnehmervertreter befürchten bei einer Fusion der bisherigen Konkurrenten den Abbau von deutlich mehr als die vom Unternehmen angekündigten 2.000 Jobs und kritisieren die anvisierte Verlegung des Sitzes der Stahlsparte in die Niederlande. Sie fordern zudem Arbeitsplatz- und Standort-Garantien.

ThyssenKrupp-Chef Hiesinger hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, dass die geplante Fusion aus Sicht des Unternehmens absolute Priorität genießt. Die Zustimmung der Arbeitnehmer zu der Stahlfusion ist nicht zwingend notwendig. Notfalls könnte ThyssenKrupp den Zusammenschluss auch gegen die Stimmen ihrer Vertreter im Aufsichtsrat durchsetzen. Hiesinger setzt allerdings darauf, eine "gute Lösung" zu finden.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden