Teurer Konzernumbau lässt Bertelsmann-Gewinn einbrechen

Der teure Konzernumbau hat Europas größtem Medienunternehmen Bertelsmann den Gewinn verhagelt. Während Umsatz und Betriebsergebnis 2014 auf die höchsten Werte seit sieben Jahren stiegen, brach der Überschuss um 35 Prozent auf 573 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Vorstandschef Thomas Rabe bekräftigte das Ziel, den Umsatz in den kommenden Jahren auf 20 Milliarden Euro zu steigern. Die operative Rendite solle dabei auf 15 Prozent von aktuell 14 Prozent steigen. Dazu soll unter anderem der Ausbau des Bildungsgeschäfts beitragen.

Ins Kontor schlugen im vergangenen Jahr vor allem die Aufgabe von Teilen der schwächelnden Druckerei- und Buchclubaktivitäten, das Sparprogramm beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr und die laufende Integration des weltgrößten Buchverlags Penguin Random House. Der Verlag entstand aus Aktivitäten von Bertelsmann und seinem britischen Partner Pearson. Ein Steuerstreit der eigentlich hochprofitablen Fernsehtochter RTL Group in Ungarn belastete Bertelsmann mit Abschreibungen von 95 Millionen Euro. Insgesamt beliefen sich die Sonderlasten auf 619 Millionen Euro - nach 46 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Stützen des Konzerns blieben trotz allem RTL und Penguin Random House sowie die Dienstleistungstochter Arvato. Sie trugen im vergangenen Jahr wesentlich dazu bei, dass der Umsatz um drei Prozent auf 16,7 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn (operating Ebitda) um 2,7 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro stiegen.

In Trippelschritten kam Bertelsmann beim Ausbau seines Bildungsgeschäfts voran, seines Hoffnungsträgers, der in den kommenden Jahren mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro zur dritten Konzernsäule neben Medieninhalten und Dienstleistungen werden soll. Bertelsmann hat dazu drei Bildungsanbieter in den USA übernommen. Am Dienstag gab der Konzern den Ausbau seines Anteils am Universitäts-Dienstleister Synergis bekannt.

Peking (APA/dpa) - Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat in Peking am Montag der jährliche EU-China-Gipfel begonnen. Im Mittelpunkt der Beratungen von EU-Spitze und der chinesischen Führung stehen die Sorgen vor einem Handelskrieg, die stockenden Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen, die Forderung der EU nach mehr Marktöffnung in China sowie die geplante Reform der Welthandelsorganisation (WTO).
 

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EU-China-Gipfel berät über Handelskonflikt und Investitionsabkommen

Peking (APA/Reuters/dpa) - In China hat sich das Wirtschaftswachstum leicht abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent zu, wie am Montag vorgelegte offizielle Daten zeigen. Mit dieser Rate hatten Volkswirte auch gerechnet.
 

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Chinas Wirtschaftswachstum schwächt sich etwas ab

Peking (APA/dpa) - Erstmals seit Jahren haben die EU und China in Handelsfragen wieder Fortschritte gemacht. Vor dem Hintergrund eines drohenden Handelskrieges mit den USA gaben beide auf ihrem Gipfel am Montag in Peking den seit vier Jahren nur langsam vorankommenden Verhandlungen über ein Investitionsabkommen neuen Schwung.
 

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EU und China machen erstmals wieder Fortschritte in Handelsfragen